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Cybermobbing gegen Brigitte Macron: Zehn Verurteilungen in Paris

DATEI: Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte Macron warten auf den ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyy und seine Frau Olena Zelenska, in Paris, 7. Juni 2024
DATEI: Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte Macron warten auf den ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyy und seine Frau Olena Zelenska, in Paris, 7. Juni 2024 Copyright  AP Photo
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Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Pariser Gericht verurteilt zehn Personen wegen Online-Mobbings gegen Macrons Ehefrau zu Bewährung und Auflagen.

Ein Pariser Gericht hat am Montag zehn Personen wegen Cybermobbings gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron verurteilt. Sie hatten im Internet falsche Behauptungen über ihre Geschlechtsidentität und Sexualität verbreitet, darunter die Behauptung, sie sei als Mann geboren worden.

Die Angeklagten im Alter von 41 bis 65 Jahren erhielten unterschiedliche Strafen – von verpflichtenden Sensibilisierungs-Trainings zum Thema Cybermobbing bis hin zu Haftstrafen von bis zu acht Monaten auf Bewährung.

Das Gericht sprach von „besonders erniedrigenden, beleidigenden und böswilligen“ Kommentaren. In den Beiträgen wurde Brigitte Macron fälschlich als transsexuell dargestellt und ihr Altersunterschied von 24 Jahren zu Präsident Emmanuel Macron mit haltlosen Pädophilievorwürfen verknüpft. Einige dieser Inhalte wurden mehrere zehntausend Mal aufgerufen.

Brigitte Macron selbst nahm an der zweitägigen Verhandlung im Oktober nicht teil. Am Sonntag erklärte sie jedoch gegenüber dem Fernsehsender TF1, sie wolle mit juristischen Mitteln ein „Exempel“ gegen Belästigung im Internet statuieren.

Ihre Tochter Tiphaine Auzière sagte vor Gericht aus, das Leben ihrer Mutter habe sich durch die zunehmenden Anfeindungen deutlich verschlechtert. „Sie kann die schrecklichen Dinge, die über sie gesagt werden, nicht ignorieren“, erklärte Auzière. Die Auswirkungen hätten die gesamte Familie getroffen, auch die Enkelkinder des Präsidentenpaars.

Zu den Verurteilten gehört Delphine Jegousse (51), die unter dem Namen Amandine Roy auftritt und sich selbst als Medium und Autorin bezeichnet. Sie erhielt eine sechsmonatige Haftstrafe auf Bewährung. Die Behörden gehen davon aus, dass sie eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Gerüchte spielte, nachdem sie 2021 ein vierstündiges Video auf YouTube veröffentlicht hatte.

Aurélien Poirson-Atlan (41), bekannt unter dem Pseudonym Zoé Sagan, wurde zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Sein Konto auf der Plattform X wurde 2024 gesperrt, nachdem sein Name in mehreren Ermittlungsverfahren aufgetaucht war.

Unter den weiteren Angeklagten befanden sich unter anderem ein gewählter Mandatsträger, ein Lehrer und ein Informatiker. Mehrere von ihnen erklärten vor Gericht, ihre Äußerungen seien als Humor oder Satire gemeint gewesen, und äußerten Unverständnis über die strafrechtliche Verfolgung.

Der Prozess reiht sich in eine jahrelange Welle von Verschwörungstheorien ein, in denen fälschlich behauptet wird, Brigitte Macron sei als Mann geboren worden und habe den Geburtsnamen Jean-Michel Trogneux getragen – den Namen ihres Bruders.

Parallel dazu haben die Macrons in den USA eine Verleumdungsklage gegen die konservative Influencerin Candace Owens eingereicht. Diese hatte ähnliche Behauptungen in ihrem Podcast und online im Umfeld sogenannter „Transvestigations“ verbreitet und bislang nicht zurückgenommen.

Weitere Quellen • AP

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