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Das ist das Unwort des Jahres in Deutschland

Lehrer Jeff Parker hilft einem Schüler beim Üben des Schreibens von Buchstaben des Alphabets während des Unterrichts am Montag, dem 29. September 2014.
Lehrer Jeff Parker hilft einem Schüler beim Üben des Schreibens von Buchstaben des Alphabets während des Unterrichts am Montag, dem 29. September 2014. Copyright  AP Photo/Corvallis Gazette-Times, Amanda Cowan
Copyright AP Photo/Corvallis Gazette-Times, Amanda Cowan
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Wegen seiner irreführenden, euphemistischen Bedeutung hat eine Jury aus Sprachexperten den Begriff "Sondervermögen“ zum „Unwort des Jahres" erklärt. Nach Ansicht der Jury verschleiere der Ausdruck, dass es sich tatsächlich um neue Schulden handelt.

Zur Auswahl zum Unwort des Jahres 2025 waren 533 Begriffe eingeschickt worden.

Die Jury der sprachkritischen "Unwort“-Aktion gab an diesem 13. Januar 2026 in Marburg bekannt, dass "Sondervermögen" das Unwort 2025 ist. Der ursprünglich aus der wirtschaftlichen und juristischen Fachsprache stammende Begriff verdecke in der öffentlichen Kommunikation, was mit ihm eigentlich gemeint sei - nämlich die Aufnahme von Schulden.

Das Wort "Sondervermögen" habe laut der Redaktion "sehr deutlich die politischen Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme geprägt".

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte mit seiner schwarz-roten Koalition im vergangenen Jahr die zunächst von ihm kritisierte Aufnahme von Schulden für das milliardenschwere Sondervermögen für Verteidigung und Infrastrukturprojekte eingesetzt.

"Was nach Reichtum klingt..."

Der Wirtschaftsdezernent der Stadt Kassel, FDP-Politiker Matthias Nölke, freut sich über diese Auswahl.

Auf Platz zwei hinter "Sondervermögen" kam der Begriff "Zustrombegrenzungsgesetz". Der Ausdruck nutze eine "Wassermetapher" und stelle Zuwanderung als "Herbeiströmen in großen Mengen" dar. Dadurch werde Zuwanderung negativ als Bedrohung beschrieben.

Vier Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, eineJournalistin sowie jährlich wechselnden Mitgliedern entscheiden am Ende. In diesem Jahr war der Autor, Jurist und Journalist Ronen Steinke dabei, sein persönliches Unwort des Jahres war "Umsiedlung" für die von Israel und den USA geplante Vertreibung der Menschen aus dem Gazastreifen.

Bei der "Unwort des Jahres-Aktion" werden seit 1991 nach Auffassung der Fachleute unmenschliche oder unangemessene Begriffe ausgewählt, die gegen das Prinzip der Menschenwürde verstoßen, in irreführender Weise etwas Negatives beschönigen oder diskriminieren. Das Unwort 2024 war "biodeutsch", 2023 "Remigration".

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