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Kennen Sie schon das "Unwort" des Jahres 2021?

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Von Euronews  mit dpa
Waldemar Brandt/Unsplash
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Das Wort "Pushback" hat geschafft, zum Unwort des Jahres 2022 gekrönt zu werden. Das gab die Jury in Marburg bekannt. Der englische Begriff wird im Deutschen benutzt, um an Ländergrenzen gestrandete Flüchtlinge ab- und zurückzuweisen.

In der Begründung hieß es, dass mit dem Begriff ein menschenfeindlicher Prozess des Zurückdrängens von Flüchtenden an den Grenzen beschönigt werde.

Auf Platz zwei der "Unwörter" landete der Begriff "Sprachpolizei". Damit würden Personen diffamiert, die sich unter anderem für einen angemessenen, gerechteren und nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch einsetzten.

Seit 1991 sucht eine Jury Begriffe aus, die zweckentfremdet oder in einem unangemessenen Kontext verwendet werden. Sie will damit auf "undifferenzierten, verschleiernden oder diffamierenden öffentlichen Sprachgebrauch" aufmerksam machen.

Die Aktion ist eine ehrenamtliche Initiative, die Jury setzt sich aus vier Sprachwissenschaftler:innen und einer Journalist:in zusammen. Hinzu kommt ein "weiteres sprachinteressiertes Mitglied aus dem Bereich des öffentlichen Kultur- und Medienbetriebes".

Insgesamt hatte es 1.300 Einsendungen gegeben, die 450 Vorschläge für das Unwort des Jahres enthielten, 45 entsprachen den Kriterien zum Unwort. Viele Vorschläge hätten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestanden, ergänzte Jury-Sprecherin Prof. Dr. Constanze Spieß.

Im Vorjahr waren gleich zwei Begriffe präsentiert worden. Das eine Unwort war die "Corona-Diktatur", das andere "Rückführungspatenschaften", 2019 war es das Wort "Klimahysterie".