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Portugal drohen neue Unwetter nach tödlichem Tief Kristin - Notstand bis 8. Februar

Zerstörung nach Tief Kristin in Portugal
Zerstörung nach Tief Kristin in Portugal Copyright  Jorge Lemos/Copyright 2026 The AP. All rights reserved
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Von Manuel Ribeiro  & Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach Tiefdruckgebiet Kristin, das eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, werden in Portugal weitere starke Niederschläge in mehreren Regionen sowie Stürme vor allem an den Küsten vorausgesagt.

In Portugal steht nach Tief Kristin, das eine Spur der Verwüstung hinterlassen und mindestens sechs Todesopfer gefordert hat, die Regierung in der Kritik.

Die Sozialisten werfen den Verantwortlichen mangelndes Management nach dem Unwetter vor, und sogar der Präsident der Republik räumt ein, dass die Reaktion auf die durch den Sturm Kristin verursachten Zerstörungen langsam war. Die konservative Regierung kündigte am Sonntag an, dass sie den Notstand der Katastrophenlage bis zum 8. Februar, dem Tag der Präsidentschaftswahlen, aufrechterhalten werde.

Nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts erklärte Ministerpräsident Luís Montenegro, dass "die Regierung beschlossen hat, den Wiederaufbau von Eigenheimen und Wohnungen mit bis zu 10.000 Euro für alle Familien zu unterstützen, ohne dass dafür Unterlagen vorgelegt werden müssen, und zwar in allen Fällen, in denen keine Versicherungen greifen”, verkündete der portugiesische Regierungschef.

Land- und Forstwirtschaft werden ebenfalls beim Wiederaufbau unterstützt, erklärte Luís Montenegro auf einer Pressekonferenz im Palácio de S. Bento in Lissabon.

Der Premierminister forderte die Menschen dazu auf, die Anweisungen der Behörden zu befolgen, um die Wiederaufbau- und Präventionsarbeiten zu erleichtern. Montenegro versicherte, dass niemand ohne Mittel zurückgelassen werde, und er verwies auf die Zusammenarbeit mit den Versicherungsgesellschaften.

2,5 Milliarden Euro für den Wiederaufbau

Für alle Familien, die wegen der Unwetter Einkommensverluste erleiden, kündigte Luis Montenegro Sozialhilfen in Höhe von 537 Euro pro Person und bis zu 1075 Euro pro Haushalt an. Die Regierung beschloss außerdem, 400 Millionen Euro für die Instandsetzung der Eisenbahn und der Straßen, rund 500 Millionen Euro für Unternehmen und 200 Millionen Euro für die Instandsetzung öffentlicher Einrichtungen bereitzustellen. Insgesamt beläuft sich das von Montenegro angekündigte Konjunkturpaket auf 2,5 Milliarden Euro.

Weitere starke Niederschläge und Stürme erwartet

Für die kommenden Tage wurde ein neues Tiefdruckgebiet befürchtet, das jedoch nicht die gleiche Intensität wie das Tief Kristin erreichen sollte. Starker Regen und Stürme von etwa 100 km/h könnten allerdings die Lage in den Katastrophengebieten weiter verschlimmern.

Die Gemeinden Coimbra und Montemor-o-Velho waren bereits von Überschwemmungen betroffen. In Coimbra wurde der Parque Verde aufgrund des steigenden Wasserstands des Flusses Mondego geschlossen. Und in den nächsten Tagen sollte der Regen dort anhalten.

Die im Internet am Sonntag verbreiteten Aufnahmen des Staudamms in Mortágua in der Region Coimbra zeigen riesige Wassermassen.

Für die kommenden Tage gibt es auch Sturmwarnungen des staatlichen Instituts IPMA für die Küste in mehreren Regionen Portugals.

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