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Wie viel Geld erhalten Olympiasieger? Dieses Land zahlt am meisten

Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele erhalten je nach Land unterschiedliche Medaillenprämien
Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele erhalten je nach Land unterschiedliche Medaillenprämien Copyright  Kirsty Wigglesworth
Copyright  Kirsty Wigglesworth
Von Jan Bolanowski
Zuerst veröffentlicht am
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Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo werden nicht nur ein sportliches Fest sein, sondern auch eine Gelegenheit für bedeutende finanzielle Belohnungen für Spitzensportler. Wie viel zahlen die einzelnen Länder für Medaillen?

Es sei daran erinnert, dass das Internationale Olympische Komitee den Athleten keine Preisgelder für gewonnene Medaillen zahlt. Die Verantwortung für die Belohnung der Athleten liegt bei den nationalen olympischen Komitees und den nationalen Regierungen. In Europa sind die Preissysteme sehr unterschiedlich, wobei die Unterschiede zwischen den Ländern Zehntausende von Euro betragen können.

Polen: Medaillen und Kryptowährungen

In Polen ist das Prämiensystem für olympische Athleten derzeit eines der attraktivsten in Europa. Bei den Spielen in Mailand und Cortina können polnische Medaillengewinner mit hohen finanziellen Belohnungen rechnen, die eine Kombination aus Barauszahlungen und zusätzlichen Leistungen darstellen.

Die Goldmedaille wird voraussichtlich 750.000 PLN wert sein, was umgerechnet etwa 170.000 Euro entspricht. Die Silbermedaillengewinner erhalten rund 600 Tausend PLN etwa 135 Tausend Euro, während die Bronzemedaillengewinner rund 450 Tausend PLN, über 100 Tausend Euro, erhalten. Darüber hinaus sieht das System Prämien für Trainer und Prämien für die Plätze vier bis acht vor, was die finanzielle Attraktivität des olympischen Erfolgs weiter erhöht.

Auszahlung in Kryptowährungen

Interessanterweise werden die Athleten einen Teil der Prämien in Gold und einen anderen in Form von Kryptowährungen erhalten.

"Die Medaillenprämien werden in TMPL-Tokens ausgezahlt, einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Olympischen Komitee. Sein Debüt an der zondacrypto-Börse fand am 6. Februar statt.

Dieses Modell wird bereits von olympischen Sportlerinnen getestet, die Mütter geworden sind. Sie hatten an den Spielen in Paris teilgenommen und ein Kind bekommen. Mehr als zehn dieser Mütter haben bereits Leistungszahlungen in ZND-Token erhalten. "Sie können diese sofort in PLN (50.000 PLN) umtauschen und das Geld aus der Börse abheben. Sie können das Geld auch im Token belassen. Sie haben die Wahl", so Przemysław Krala, CEO von zondacrypto, einem der Hauptsponsoren der Preise für die polnischen Olympioniken, sagte Euronews.

Die polnischen Athleten können auch mit einer staatlichen Olympia-Rente auf Lebenszeit rechnen. Die Leistung wird nach dem 40. Lebensjahr und dem Ende der sportlichen Karriere im Jahr 2026 ausgezahlt. Sie beträgt 5116,99 PLN (1213 €) pro Monat und wird jährlich valorisiert.

Spanien und Griechenland - Geringere Prämien als in Polen

In Spanien werden die Prämien für Medaillengewinner vom Spanischen Olympischen Komitee und dem Obersten Sportrat festgelegt. In Einzelwettbewerben gibt es für eine Goldmedaille rund 94 000 Euro, für eine Silbermedaille rund 48 000 Euro und für eine Bronzemedaille rund 30 000 Euro.

Bei Paar- und Mannschaftswettbewerben werden die Beträge unter den Athleten aufgeteilt, wobei sich die Höhe nach der Anzahl der Teilnehmer richtet. Ein wichtiges Element des spanischen Systems sind auch die Olympiastipendien, mit denen die Athleten während ihres vierjährigen Vorbereitungszyklus regelmäßig finanziell unterstützt werden.

In Griechenland sind die Belohnungen für olympische Medaillen gesetzlich verankert. Eine Goldmedaille garantiert einem Athleten 90.000 €, eine Silbermedaille 60.000 € und eine Bronzemedaille 50.000 €. Dieses System ist stabil und berechenbar und gibt den Athleten Gewissheit über die finanziellen Folgen eines Erfolgs bei den Spielen.

Ungarn zahlt am meisten

Ein besonderes Modell zeichnet sich in Ungarn ab, wo die Medaillengewinner nicht nur eine einmalige Prämie erhalten, sondern auch eine lebenslange Rente ab dem 35.

Bei den Spielen von Paris 2024 erhielten die ungarischen Goldmedaillengewinner rund 55 Millionen Forint, was etwa 142 000 Euro entspricht. Die Silbermedaillengewinner erhielten rund 101 000 Euro und die Bronzemedaillengewinner rund 83 Tausend Euro. Außerdem gibt es Prämien für die Athleten auf den Plätzen bis zum achten Platz, so dass das ungarische System eines der umfangreichsten in Europa ist.

Bescheidene Preise in Deutschland

Im Vergleich zu diesen Ländern nimmt sich Deutschland eher bescheiden aus. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe zahlt derzeit rund 30.000 Euro für eine Goldmedaille, 20.000 Euro für eine Silbermedaille und 15.000 Euro für eine Bronzemedaille aus. Diese Beträge sind zwar deutlich niedriger als in Mittel- und Osteuropa, aber eine wesentliche Änderung besteht darin, dass die Preise steuerfrei sind, so dass der reale Wert der Zahlungen an die Athleten erheblich steigt.

Es ist erwähnenswert, dass Geld nicht die einzige Form der Belohnung für olympische Sportler ist. In vielen Ländern erhalten die Medaillengewinner eine Wohnung, ein Auto, Unterstützung durch Sponsoren, spezielle Bildungsprogramme oder Mittel für die weitere Ausbildung. Oft sind es diese langfristigen Formen der Unterstützung, die für die Karriere eines Athleten mehr ausmachen als eine einmalige Zahlung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina den europäischen Athleten nicht nur Prestige und Publicity, sondern auch sehr greifbare finanzielle Vorteile bringen könnten. Polen ist heute eines der Länder mit den höchsten Prämien in Europa, auch wenn es deutlich hinter Ungarn zurückbleibt.

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