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NATO zieht Personal aus dem Irak ab: Bundeswehrsoldaten sicher zurück in Deutschland

Symbolbild: Soldaten gehen am 19. September 2014 zu einem Transall-Transportflugzeug auf dem NATO-Flugplatz in Hohn, Deutschland
Symbolbild: Soldaten gehen am 19. September 2014 zu einem Transall-Transportflugzeug auf dem NATO-Flugplatz in Hohn, Deutschland Copyright  Copyright AP Photo/dpa, Daniel Reinhardt
Copyright Copyright AP Photo/dpa, Daniel Reinhardt
Von Johanna Urbancik
Zuerst veröffentlicht am
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Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten wird die Mission vorerst verlagert. Deutsche Soldaten sind nach dem Abzug inzwischen wieder in Deutschland.

Die NATO hat ihr internationales Personal aus dem Irak vorübergehend abgezogen. Grund ist die angespannte Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten. Auch die deutschen Soldaten der NATO-Trainingsmission Irak (NMI) sind inzwischen wieder in Deutschland, wie das Verteidigungsministerium mitteilt.

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In den vergangenen Tagen wurde das Personal aus Bagdad bis auf Weiteres ausgeflogen. Die Entscheidung dazu traf der NATO-Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), General Alexus G. Grynkewich.

Luftfahrzeuge mehrerer NATO-Staaten brachten die Soldaten in angrenzende Staaten. Die Bundeswehr unterstützte den Abzug mit Transportflugzeugen vom Typ A400M. Für die deutschen Kräfte ging es nach einem Zwischenstopp in Jordanien zurück nach Deutschland. Am Abend des 19. März landeten sie wohlbehalten in Wunstorf. Vor Ort wurden sie vom Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Holger Neumann, empfangen.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärte, er sei erleichtert über die sichere Rückkehr der Bundeswehrsoldaten und hob nochmals den reibungslosen Ablauf hervor. "Die Rückverlegung ist unter maßgeblicher Beteiligung der Bundeswehr erfolgreich durchgeführt worden. Wir haben mit mehreren A400M Personal und Material unter sehr riskanten Bedingungen aus Bagdad ausgeflogen", so der Minister.

Die NATO Mission im Irak wird aufgrund des Iran-Krieges bis auf Weiteres von außerhalb des Iraks fortgeführt. Ziel der Mission bleibt die Beratung und Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte, um die Stabilität im Land zu festigen und ein Wiedererstarken des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) zu verhindern.

Unabhängig davon sind weiterhin knapp 200 deutsche Soldaten im Raum Nordirak und Jordanien im Einsatz. Sie beteiligen sich dort an den Missionen Counter Daesh und Capacity Building Iraq.

Truppenstärke bereits im Februar "deutlich reduziert"

Bereits vor über einem Monat wurde die deutsche Truppenstärke im Irak deutlich reduziert. Wie Euronews berichtete, wurden am 18. Februar erneut eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Soldaten vom Standort Erbil im Norden des Irak nach Jordanien verlegt.

Der Schwerpunkt des deutschen Einsatzes lag bislang im nordirakischen Erbil. In Bagdad ist lediglich ein kleiner Kreis an Beratern stationiert. Berichten zufolge wurde bereits zu Jahresbeginn die Truppenstärke "vorsorglich" verringert worden. Teheran hatte in der Vergangenheit wiederholt versucht, amerikanische Einheiten im Nordirak mit Raketenangriffen ins Visier zu nehmen. Da deutsche Soldaten zum Teil Einrichtungen nutzen, auf denen auch US-Truppen stationiert sind, wird intern ein indirektes Sicherheitsrisiko gesehen.

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