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US-Rendite für zehnjährige Staatsanleihen überschreitet 5 Prozent bei globalem Ausverkauf

Börsenhändler Michael Gallucchi arbeitet am Montag, 14. September 2026, auf dem Parkett der New York Stock Exchange in New York.
Börsenhändler Michael Gallucchi arbeitet auf dem Parkett der New York Stock Exchange in New York, Montag, 14. September 2026. Copyright  AP Photo/Seth Wenig
Copyright  AP Photo/Seth Wenig
Von Doloresz Katanich
Zuerst veröffentlicht am
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Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg am Montag kurzzeitig auf 5,011 Prozent, den höchsten Stand seit Oktober 2023, und fiel dann wieder.

Die Märkte für Staatsanleihen stehen weiter unter Druck. Steigende Energiepreise schüren neue Sorgen vor Inflation und nähren die Erwartung, dass die großen Zentralbanken ihre Zinsen länger auf einem höheren Niveau halten.

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Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg am Montag laut Dow-Jones-Marktdaten kurzzeitig auf 5,011 Prozent, bevor sie wieder unter 5 Prozent fiel. Das war der höchste Stand seit Oktober 2023.

Der Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 5 Prozent fiel zusammen mit höherer Staatsverschuldung, robustem Wirtschaftswachstum und umfangreicher Unternehmensfinanzierung für Investitionen in künstliche Intelligenz. All dies erhöht den Druck auf US-Anleihen. Renditen bewegen sich in der Regel entgegengesetzt zu Anleihekursen.

Steigende Renditen von US-Staatsanleihen verteuern in der Folge Hypotheken, Unternehmenskredite und andere Finanzierungen. Das kann das Wachstum der Wirtschaft bremsen. Zudem wirken Anleihen dann im Vergleich zu hoch bewerteten Aktien wieder attraktiver.

Der jüngste Renditeanstieg folgte auf die bereits angekündigte Ausweitung des Rückkaufprogramms des US-Finanzministeriums. In der vergangenen Woche bot das Ministerium an, Anleihen im Umfang von bis zu sechs Milliarden Dollar mit einer Restlaufzeit von zehn bis 20 Jahren zurückzukaufen – das Dreifache des vorherigen Volumens.

Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe liegt derweil weiterhin nahe ihrem höchsten Niveau seit 2007.

Die Verkaufswelle erfasst inzwischen auch Europa. Die Rendite französischer zehnjähriger Staatsanleihen stieg am Montag auf 4,50 Prozent, die entsprechende italienische Rendite auf rund 4,40 Prozent.

Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe kletterte laut Dow-Jones-Marktdaten bis auf 3,538 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit 15 Jahren.

Die Energiepreise sind eine zentrale Belastung. Brent-Rohöl verteuerte sich am Dienstagmorgen auf rund 107 Dollar je Barrel, US-Sorte West Texas Intermediate notierte nahe 103 Dollar. Angriffe auf die saudi-arabische Energieinfrastruktur und auf Schiffe im Golf schüren die Sorge um Lieferungen durch die Straße von Hormus.

Die Europäische Zentralbank hat ihren Einlagenzins in der vergangenen Woche um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent angehoben und gewarnt, dass die Teuerung längere Zeit über ihrem Ziel bleiben könnte. Die Märkte rechnen in diesem Jahr mit mindestens einer weiteren EZB-Zinserhöhung.

Nun richtet sich der Blick auf drei wichtige Zinsentscheidungen der Zentralbanken. Die US-Notenbank Federal Reserve gibt ihren Beschluss am Mittwoch bekannt, es folgen die Bank of England am Donnerstag und die Bank of Japan am Freitag.

Einer Reuters-Umfrage zufolge erwarten 85 Prozent der befragten Volkswirte eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte. An den Geldmärkten liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt nach oben bei rund 93 Prozent.

Von der Bank of England wird überwiegend erwartet, dass sie ihren Leitzins unverändert lässt. Sämtliche von Reuters befragten Ökonomen rechnen mit einem Stillstand, auch wenn einige Analysten betonen, eine überraschende Anhebung sei nicht auszuschließen. Die Bank of Japan dürfte die Kreditkosten dagegen anheben.

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