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Thyssenkrupp verschmilzt seinen Stahl mit Tata

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Copyright REUTERS/Francois Lenoir TPX IMAGES OF THE DAY
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Von Euronews mit dpa/Reuters
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Die beiden Konzerne reagieren auf die sinkende Nachfrage. Das Einsparpotential liegt bei rund einer halben Milliarde Euro pro Jahr.

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Der deutsche Konzern Thyssenkrupp fusioniert sein Stahlgeschäft in Europa mit dem der indischen Tata. Thyssenkrupp wird mit einem Anteil von 50 Prozent an dem neuen Unternehmen beteiligt sein. Das Unternehmen soll Thyssenkrupp Tata Steel B.V. heißen und in den Niederlanden ansässig sein. Bis Mitte Juli sollen Details für den Zusammenschluss vorliegen.

Damit entsteht der zweitgrößte Stahlkonzern Europas nach dem Branchenführer ArcelorMittal. Mit der Konsolidierung der Geschäfte reagieren die Konzerne auf die Marktsituation und wollen Überkapazitäten abbauen. Durch das Joint-Venture von Tata und Thyssenkrupp werden jährliche Einsparungen von bis zu einer halben Milliarde Euro erwartet. Die Stahlkocher in Deutschland haben sich eine Beschäftigungsgarantie bis 2026 gesichert, allerdings sollen auch bis zu 4000 Stellen abgebaut werden, die Hälfte davon in Deutschland.

In Deutschland hatte das schon seit Jahren geplante Geschäft zunächst heftigen Widerstand bei Arbeitnehmern ausgelöst. In Großbritannien dagegen setzen Stahlarbeiter Hoffnung in die Fusion. Dem Tata-Stahlwerk in Port Talbot, Wales, drohte das Aus, jetzt hoffen Gewerkschaften sogar auf Investitionen in das Werk. Das Stahlwerk Port Talbot gilt als marode und hat mehr als 4000 Beschäftigte.

Roland Döhrn vom Leibnitz Institut für Wirtschaftsforschung erläutert, das Problem der Stahlindustrie sei die sinkende Nachfrage durch den Strukturwandel. Viele Produkte, darunter auch Autos, würden immer leichter gebaut, es werde weniger Stahl benötigt. Döhrn erwartet weitere Kapazitätsanpassungen an die Marktlage.

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