Wie Plattformarbeit den Arbeitsmarkt verändert

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Wie Plattformarbeit den Arbeitsmarkt verändert
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Von Naomi Lloyd
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Dieser vielversprechende Sektor hat viele gute Aspekte: Er bietet z.B. eine bessere Work-Life-Balance, eine größere Flexibilität, einen besseren Arbeitsmarktzugang für Menschen in schwierigen Umständen. Aber dieser Bereich muss europaweit reguliert werden.

Was ist Plattformarbeit?

Plattformarbeit ist ein Beschäftigungsmodell, bei dem Personen bestimmte Dienstleistungen anbieten, die über eine digitale Plattform organisiert werden, die sie mit Kunden verbindet.

Dabei kann es sich um eine standortbasierte App handeln, die Jobs wie Essenslieferungen, Taxi- oder Handwerksdienste vermittelt, oder um webbasierte Plattformen, die Arbeiten wie Übersetzungen oder Grafikdesign auslagern.

Die Plattformarbeit hat sich in den vergangenen zehn Jahren verfünffacht.

Was ist die "Gig Economy"?

Plattformarbeit wird auch als "Gig-Economy" bezeichnet, da die Arbeiter pro "Gig" oder Aufgabe und nicht pro Stunde bezahlt werden.

Ist Plattformarbeit eine gute Sache?

Plattformen schaffen neue Arbeitsmöglichkeiten, über Grenzen hinweg. Arbeitnehmer können von jedem Ort und zu jeder Zeit arbeiten, die ihnen passt. Während der Pandemie hat Plattformarbeit Möglichkeiten für Menschen geschaffen, die ihre Arbeit verloren haben.

Unternehmen können bei Bedarf rund um die Uhr auf Arbeitskräfte zugreifen, um Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und Aufgaben zu erledigen.

Welche Probleme gibt es?

Es müssen gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung gewährleistet werden. Man muss sicherstellen, dass algorithmische Managementformen Arbeiter fair behandeln.

Bei diesem relativ neuen Arbeitsmodell haben die meisten Regierungen noch nicht mit der entsprechenden Gesetzgebung nachgezogen. Eine wichtige Frage ist, ob Arbeiter als Angestellte mit vollen Sozialleistungen betrachtet werden sollten oder nicht.

Was ist in Planung?

Die EU hat eine Konsultation zu den Rechten von Plattformarbeitern gestartet und lädt Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände ein, eine Einigung zu finden.

Falls diese nicht gefunden wird, arbeitet die Kommission bis Ende 2021 eine Gesetzgebung aus.

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