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Kroatien vor Eintritt in den Euro: Teile der Bevölkerung sind skeptisch

In kroatischen Einkaufsstraßen wird bald nur noch mit Euro bezahlt.
In kroatischen Einkaufsstraßen wird bald nur noch mit Euro bezahlt. Copyright Darko Bandic/Copyright 2020 The AP. All rights reserved
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Von Sergio Cantone
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Zum neuen Jahr wird Kroatien Teil der Eurozone. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dafür ist, sind gerade ältere Kroat:innen skeptisch.

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Obwohl laut der EZB die Preise in der Eurozone weiter steigen werden, wird Kroatien am 1. Januar 2023 dem Euro beitreten. Die Mehrheit der Bevölkerung ist prinzipiell für den Eintritt in die Eurozone. Die meisten jungen Leute blicken positiv auf den Beitritt, während viele der älteren Kroat:innen damit rechnen, dass der Euro die Inflation im Land noch weiter ankurbeln wird.

Für die junge Generation verspricht eine einheitliche Währung mehr Job-Gelegenheiten und freieres Reisen. Für größere Geschäfte wird in Kroatien eh schon der Euro genutzt. So erklärt ein kroatischer Wirtschaftsstudent zum Beispiel, dass für Autopreise, den Wohnungsmarkt und Grundstückpreise bereits der Euro verwendet werde.

Der Euro verdeutlicht einen Generationenunterschied in Kroatien

Am Euro lässt sich ein Generationenunterschied erkennen. Die älteren Leute sind der einheitlichen Währung gegenüber eher skeptisch. Um sie von der neuen Währung zu überzeugen, hat die Regierung ein Gesetz zur Rentenerhöhung verabschiedet.

"Wir sind dabei, das Rentensystem zu reformieren. Ab dem nächsten Jahr sollen Familien höhere Pensionszahlungen erhalten. Auch die Mindestpension soll hier in Kroatien angehoben werden", erklärt der kroatische Arbeitsminister Marin Piletić.

Die Renten bleiben dennoch knapp

Das Durchschnittsgehalt in Kroatien liegt bei etwas mehr als 1000 Euro. Die Arbeitslosenrate beträgt circa sieben Prozent. Die Rente liegt bei rund einem Drittel des Gehaltes. Dementsprechend bleiben ausgehend vom Durchschnittsgehalt im Ruhestand gut 300 Euro pro Monat. Viele gehen davon aus, dass selbst die Erhöhung der Pensionszahlungen nicht ausreichen wird.

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