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Einladung aus Athen: "Kein deutscher Rentner wird in Griechenland frieren"

Strand von Matala auf der griechischen Insel Kreta
Strand von Matala auf der griechischen Insel Kreta Copyright Bastian Parschau/AP
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Von euronews
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Angesichts der Angst der Deutschen vor einem Winter mit wenig oder gar keinem Gas zum Heizen hat der griechische Minister für Tourismus eine nicht ganz uneigennützige Einladung an deutsche Rentner ausgesprochen. Ein Bürgermeister von Kreta zog nach.

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Eine Mehrheit der Deutschen fürchtet sich vor dem kommenden Winter, angesichts steigender Gas- und Strompreise. In einigen Gemeinden wird bereits die Einrichtung von Wärmehallen diskutiert, um Menschen mit geringem Budget das Frieren im Winter zu ersparen. Das bleibt auch dem europäischen Ausland nicht verborgen. Der griechische Tourismusminister meldete sich jüngst mit einem nicht ganz uneigennützigen Hilfsangebot zu Wort.

Derzeit fließt kein Gas von Russland nach Deutschland. Noch bis zum 21. Juli wird die Pipline Nord Stream 1 gewartet. Die Angst der Bevölkerung vor einem Winter mit weiter explodierenden Gas- und Strompreisen oder gar ganz ohne heimische Heizung scheint groß. Aus einer vom Magazin Spiegel in Auftrag gegebenen Studie (Civey) geht hervor: Zwei Drittel der Deutschen fürchten, dass es auch in privaten Haushalten zu Gasmangel kommen könnte. 

Wohin also im Winter, falls die Wohnzimmer kalt bleiben sollten? Der griechische Tourismusminister Vassilis Kikilias hat deutsche Rentner:innen nun eingeladen, den Winter in Griechenland zu verbringen: 

"Für Herbst und Winter wäre es für uns Griechen eine große Freude, deutsche Rentner zu begrüßen, die einen mediterranen Winter mit griechischer Gastfreundschaft, mildem Wetter und hochwertigem Service erleben möchten", sagte der Minister der Zeitung Bild. "Wir werden hier auf Sie warten", fügte Kikilias hinzu. 

Kein Deutscher wird in Griechenland frieren.
Panagiotis Simandirakis
Bürgermeister von Chania auf Kreta

Das Angebot des Ministers ist nicht ganz uneigennützig, ist er doch auch für die touristische Vermarktung seines Landes zuständig. Auch der Bürgermeister der Stadt Chania auf Kreta sprach eine Einladung aus: "Kein Deutscher wird in Griechenland frieren", sagte Panagiotis Simandirakis ebenfalls der Zeitung Bild. Auf der Insel könne man den "Krisenwinter" ganz ohne Heizung überstehen. 

Die Einladung des Ministers jedoch hat einen Haken: Auch das Überwintern in Griechenland kostet Geld. Und genau daran dürfte es so manchem Rentner in Deutschland angesichts von Inflation und steigenden Energiekosten mangeln.

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