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Menschenverursachter Meereslärm: Gibt es leisere Alternativen?

Mit Unterstützung von The European Commission
Menschenverursachter Meereslärm: Gibt es leisere Alternativen?
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Von Denis LoctierSabine Sans
Zuerst veröffentlicht am
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Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass der vom Menschen verursachte Unterwasserlärm, der vom Seeverkehr, Offshore-Industrie, Militärtechnik und anderen Quellen stammt, eine erhebliche Bedrohung für die Artenvielfalt darstellt.

Im Interview mit euronews schlägt Michel André, der Direktor des Labors für angewandte Bioakustik (LAB) an der Universitat Politècnica de Catalunya, vor, die derzeitigen lärmenden durch leisere und umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen. So könne man das Leben im Meer vor dieser Gefahr zu schützen und die langfristige Gesundheit und Widerstandsfähigkeit unserer Ozeane zu erhalten.

Ohne Töne gäbe es kein Leben im Ozean

"Geräusche im Ozean bedeuten Leben. Ohne Töne gäbe es kein Leben im Ozean", sagt Michel André. "Das ist der einzige Informationsträger, den alle Meeresbewohner miteinander teilen. Wenn wir erkennen, dass dieser Klang stört oder dieser Kommunikationskanal durch verschiedene Operationen auf See verändert wird, verstehen wir, dass das das Gleichgewicht des Ozeans gefährdet. Jede menschliche Aktivität im Meer erzeugt Schall: Der Verkehr, also die Schifffahrt mit ihren Maschinen und die Schiffsschrauben verursachen eine Menge Lärm. Der Bau von Windkraftanlagen verursacht eine Menge Lärm. Marinemanöver, Öl- und Gasförderung - all diese Aktivitäten erzeugen eine Menge Lärm, der den Ozean belastet. Eine der Lösungen besteht darin, technologische Ansätze zu entwickeln, die den Lärm reduzieren.

euronews
Den Tönen unter Wasser lauscheneuronews

Alternative technische Möglichkeiten finden

Man kann die Industrie nicht auffordern, ihre Arbeit einzustellen. Man kann auch nicht von der Marine verlangen, dass sie aufhört, das Land zu schützen. Man kann von den Öl- und Gasbetreibern nicht verlangen, dass sie aufhören, Öl und Gas zu fördern – davon sind wir derzeit abhängig. Als Wissenschaftler müssen wir eine Lösung finden, die den Betreibern eine alternative technologische Möglichkeit bietet und die gleichzeitig die Auswirkungen auf die Meeresumwelt minimiert."

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