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Eine Art Therapie: Taiko-Trommeln machen Mut - und munter

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Beim Auftritt in einer Grundschule in Hobart lassen die Taiko-Tromler:innen es richtig krachen.
Beim Auftritt in einer Grundschule in Hobart lassen die Taiko-Tromler:innen es richtig krachen.   -   Copyright  AP
Von Anja Bencze  mit AP

Taktgefühl und Teamgeist, darum geht es in einem ganz besonderen Unterrichtsfach am Rosny College im australischen Hobart. Hier lernen Studierende mit Behinderung das Taiko-Trommeln, eine Jahrhunderte alte Tradition aus Japan.

Der Trommel-Unterricht wurde 2014 eingeführt mit dem Ziel, Kreativität und Selbstbewusstsein der Teilnehmer:innen zu fördern und sie auf ein selbstbestimmtes Leben nach dem College-Abschluss vorzubereiten.

"Einige von ihnen haben es sehr schnell gelernt, und es ist eine Ehre, ihnen beim Spielen zuzusehen und zu erleben, wie sie sich weiterentwickeln", meint Trommel-Lehrer Andy Short.

Die Gruppe besucht regelmäßig Grundschulen in Hobart, um ihre Leidenschaft und ihr Können weiterzugeben. Auch das ist gut fürs Selbstvertrauen, bestätigt Trommel-Student Nikolaos Moutsatsos. "Manchmal bin ich ein bisschen nervös, aber das geht schon. Ich trinke einen Schluck Wasser, um mich zu beruhigen, und atme so oft wie möglich tief durch."

Seine Mitspielerin Shante Glidden gesteht: "Ich versuche immer noch, den Rhythmus zu finden und meine Handgelenke zu entspannen."

Die volle Ladung Energie tut allen gut, berichtet Taiko-Lehrerin Belinda Graudins. "Noch Wochen nach dem Auftritt kommen Schüler zu uns und sagen: 'Wow, ihr wart toll auf der Bühne, ihr wart großartig'! Das ist wirklich sehr ermutigend."

2018 reiste eine Teil der Gruppe nach Japan, um echte Taiko-Meister zu treffen. Die Pädagogen hoffen, dass es in den kommenden Jahren weitere Reisen geben wird.

Und sich noch mehr Menschen für die wohltuende Wirkung des Taiko-Trommelns begeistern ...