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Warum benennen Wissenschaftler neue Schlangenart nach Harrison Ford?

Harrison Ford - trifft Tachymenoides harrisonfordi
Harrison Ford - trifft Tachymenoides harrisonfordi Copyright EDGAR LEHR / CONSERVATION INTERNATIONAL - Getty
Copyright EDGAR LEHR / CONSERVATION INTERNATIONAL - Getty
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Harrison Fords legendäre Figur des Indiana Jones mag Schlangen gehasst haben, dennoch wurde jetzt ein Reptil nach dem Schauspieler benannt.

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Harrison Fords legendäre Figur des Indiana Jones mag Schlangen gehasst haben, dennoch wurde jetzt ein Reptil nach dem Schauspieler benannt. 

Forscher aus Deutschland, den Vereinigten Staaten und Peru haben in den peruanischen Anden eine neue Schlangenart entdeckt und sie nach der Filmlegende Harrison Ford benannt.

Das einzige Exemplar, ein Männchen, wurde im Jahr 2022 beim Sonnenbaden im peruanischen Otishi-Nationalpark entdeckt. Es handelt sich um eine schlanke Schlange, die ausgewachsen bescheidene 40,6 cm misst und für den Menschen nicht gefährlich ist.

Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) gab die Namensgebung von Tachymenoides harrisonfordi bekannt, um den Einsatz des Hollywood-Schauspielers für die Umwelt zu würdigen.

"Diese Wissenschaftler benennen ständig Tiere nach mir, aber es sind immer welche, die Kinder erschrecken", scherzte Ford in einer Erklärung. "Ich verbringe meine Freizeit mit Kreuzsticken. Ich singe meinen Basilikumpflanzen Schlaflieder vor, damit sie die Nacht nicht fürchten."

Ford bezog sich auf die Tatsache, dass 1993 bereits eine Art nach ihm benannt wurde - die Calponia harrisonfordi, eine kalifornische Spinne.

EDGAR LEHR CONSERVATION INTERNATIONAL.
Tachymenoides harrisonfordiEDGAR LEHR CONSERVATION INTERNATIONAL.

Der 81-jährige Schauspieler bedankte sich bei den Forschern für die jüngste Ehrung: "Ganz im Ernst, diese Entdeckung macht demütig. Sie erinnert uns daran, dass es noch so viel über unsere wilde Welt zu lernen gibt - und dass der Mensch nur ein kleiner Teil einer unvorstellbar großen Biosphäre ist."

"Auf diesem Planeten sind alle Schicksale miteinander verwoben, und im Moment stehen eine Million Arten am Rande des Vergessens", fügte Ford hinzu. "Wir haben den existenziellen Auftrag, unsere zerrüttete Beziehung zur Natur zu verbessern und die Orte zu schützen, die das Leben erhalten."

Einer der Forscher, Edgar Lehr, Professor für Biologie an der Illinois Wesleyan University, sagte: "Für einen Biologen ist die Beschreibung einer neuen Art und die Bekanntgabe ihres neuen Namens eine der wichtigsten Dinge in der Krise der biologischen Vielfalt."

"Wir hoffen, dass die neue Schlange das Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Feldforschung schärft, die darauf abzielt, das Unbekannte zu entdecken - ein oft abenteuerlicher und kostspieliger Prozess, der mehr finanzielle Unterstützung durch Förderorganisationen erfordert. Nur Organismen, die bekannt sind, können geschützt werden."

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