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Im Louvre in Paris sorgt ein neuer Wasserschaden für Kritik: Das ist passiert

Eine Warteschlange vor dem Eingang der Pyramide, während einige Räume des Museums geschlossen sind, am 13. Februar 2026.
Eine Warteschlange vor dem Eingang der Pyramide, während einige Räume des Museums geschlossen sind, am 13. Februar 2026. Copyright  AP Photo/Michel Euler
Copyright AP Photo/Michel Euler
Von Alexander Kazakevich
Zuerst veröffentlicht am
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Im vergangenen Oktober hatte ein spektakulärer Raub im Louvre international Schlagzeilen gemacht. Und die Serie der Vorfälle im meistbesuchten Kunstmuseum der Welt reißt nicht ab.

Keine Verschnaufpause für die Beschäftigten des berühmtesten Museums der Welt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat es im Louvre einen Wasserschaden gegeben. ein Deckengemälde aus dem Jahr 1819.

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Aus einem Heizungsrohr in einem Technikraum lief Wasser aus - und traf auf ein Deckengemälde aus dem Jahr 1819.

Wie der Louvre im Gespräch mit Euronews bestätigte, wurde eine von Charles Meynier bemalte Decke beschädigt.

Das Werk befindet sich in Saal 707, am Eingang der Gemäldeabteilung im Denon-Flügel. Dort ist auch die Apollo-Galerie, wo sich der spektakuläre Einbruch im vergangenen Oktober ereignete.

Schäden im Deckengemälde

"Die Feuerwehr hat sofort eingegriffen und das Leck wurde um 0.10 Uhr gestoppt", teilte das Museum mit. Ein Restaurator, der am Freitagmorgen an den Ort des Geschehens entsandt worden war, gab eine erste Einschätzung der Lage:

"Das Deckengemälde weist zwei Risse in einem einzigen Bereich auf, die durch das Wasser verursacht wurden, sowie Hebungen der Malschicht an der Decke und ihren Wölbungen".

Laut dem vom Museum zitierten Chefarchitekten der Denkmalpflege weistdie Decke "keine strukturellen Probleme auf", während eine "genauere" Untersuchung sowohl der Decke als auch der Malerei stattfinden sollte.

Charles Meynier ist ein neoklassischer französischer Maler, der für seine großen historischen und mythologischen Kompositionen bekannt ist.

Kein anderes ausgestelltes Gemälde wurde beschädigt, bestätigte der Louvre auf Nachfrage von Euronews.

Zunächst blieben einige Bereiche des Louvre geschlossen, wie aus einer Warnung auf der offiziellen Website hervorgeht.

Screenshot der offiziellen Website
Screenshot der offiziellen Website Musée du Louvre

In einer Nachricht an Euronews erklärte das Museum, dass der betroffene Raum (707) "in den nächsten Stunden" wieder geöffnet werden sollte.

Allerdings entschuldigte sich der Louvre auch für eventuelle längerfristige Sperrungen.

Screenshot der offiziellen Website
Screenshot der offiziellen Website Musée du Louvre

Eine zweite Überschwemmung in weniger als drei Monaten

Seit dem Diebstahl von acht Juwelen aus dem Besitz französischer Royals aus dem 19. Jahrhundert über einen Lastenaufzug hat es im Louvre eine Reihe von Vorfällen gegeben.

Vor wenigen Tagen wurde bei einer Polizeiaktion ein mutmaßliches Netzwerk von Ticket-Betrügern dingfest gemacht, nachdem das Museum selbst einen Hinweis gegeben hatte.

Im vergangenen November hatte ein durch auslaufendes Schmutzwasser in der Bibliothek der Abteilung für ägyptische Altertümer mehrere hundert Bücher beschädigt.

Zudem gab es mehrere Streiks im Louvre. Die Beschäftigten protestierten gegen die als verschlechtert empfundenen Arbeitsbedingungen, insbesondere den Personalmangel und die Sicherheitsmängel.

Schlagzeilen machten auch die erhöhten Eintrittspreise für Besucher und Besucherinnen aus dem Nicht-EU-Ausland.

Und es gab Anfang Februar eine gute Nachricht: die nach dem Raub zunächst verloren gegangene und verbogene Krone von Kaiserin Eugenie kann repariert werden. Dabei wirkt das beschädigte Juwel doch eigentlich ziemlich verwegen.

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