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Kaum ethnische Vielfalt im Europäischen Parlament

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Von Stefan Grobe
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Kaum ethnische Vielfalt im Europäischen Parlament - nur nach dem Brexit wird es nur noch weißer

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Sajid Karim ist Mitglied des Europäischen Parlaments. Er ist Brite, seine Familie stammt aus Pakistan nur einer von 20 nicht-weißen Abgeordneten der letzten Legislaturperiode.

“Es ist schon beschämend, dass wir uns heutzutage in einer Situation befinden, in der so viele europäische und nationale Institutionen nicht die Gesellschaften widerspiegeln, die sie vertreten sollen. Und solange das so ist, hat unsere Demokratie Defizite."

Karim kehrt nicht ins nächste Parlament zurück - wie so viele britische Konservative verlor auch er seinen Sitz.

15 Jahre war er Abgeordneter, doch noch nie war die ethnische Vielfalt so gering wie heute, meint er.

Ein Bericht über die Europawahlen des Europäischen Netzwerkes gegen Rassismus sagt, dass zehn Prozent der EU-Bevölkerung ethnische Minderheiten sind,

aber dass nur fünf Prozent der EU-Abgeordneten diesen Hintergrund haben, nämlich 30.

Sarah Chandler vom Netzwerk: "Es hängt wirklich davon ab, wie wir unsere nationalen Parteien zur Verantwortung ziehen, wenn wir ihnen klarmachen, dass Gleichbehandlung und Verschiedenheit Prioritäten sind.

Denn wir machen davon unsere Stimme abhängig. Die Parteien sollten das also bei ihren Listen berücksichtigen. In Belgien etwa wurden nur wenige Angehörige von Minderheiten gewählt, weil sie auf den Listen zu weit unten standen."

Nach dem Brexit werden sieben britische Abgeordnete mit einem Hintergrund einer ethnischer Minderheit das hohe Haus verlassen. Die Zahlen werden dann noch schlechter.

Dessenungeachtet liegen Europäische Kommission und Europäischer Rat weit hinter dem Parlament.

Hier sind weniger als ein Prozent der Mitarbeiter nicht-weiß.

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