EU-Politik. Apple muss 1,8 Milliarden Euro EU-Kartellstrafe wegen Musikstreaming zahlen

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Von Andreas Rogal mit AP
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Nach Erkenntnissen der Europäischen Kommission hat das Unternehmen App-Entwicklern Beschränkungen auferlegt, die sie daran hinderten, billigere Musikabonnementdienste außerhalb der App zu nutzen.

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Die Europäische Kommission, oberste Kartellwächterin der EU, hatte nach einer Beschwerde von Spotify im Jahr 2019 Ermittlungen gegen Apple aufgenommen.

Der US-Technologieriese Apple wurde zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 1,8 Mrd. EUR verurteilt, weil er seine marktbeherrschende Stellung auf dem Markt für den Vertrieb von Musik-Streaming-Apps an iPhone- und iPad-Nutzer missbraucht hat.

Die Untersuchung ergab, dass das Unternehmen App-Entwicklern Beschränkungen auferlegte, die sie daran hinderten, billigere Musikabonnementdienste außerhalb der App zu nutzen.

Margrethe Vestager EU-Kommissarin für Wettbewerb erklärte am Montag:

"Dies ist illegal und hat Millionen von europäischen Verbrauchern betroffen. Sie waren nicht in der Lage, frei zu entscheiden, wo, wie und zu welchen Preisen sie Musik-Streaming-Abonnements kaufen wollten."

Es ist die erste Geldstrafe, die die Kommission gegen Apple verhängt hat, und die drittgrößte Kartellstrafe, die sie je verhängt hat.

Der Schritt ist Teil des Brüsseler Plans, die Macht von Big-Tech-Unternehmen zu zügeln, die ihre Marktdominanz missbrauchen, aktuell auch im Rahmen des Gesetzes für Digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) der EU, das diese Woche in Kraft tritt.

Die Kommission ist der Ansicht, dass die Rechenschaftspflicht für Big Tech kleinen europäischen Unternehmen helfen wird, zu florieren.

Das DMA schreibt eine Reihe von Geboten und Verboten für "Gatekeeper"-Unternehmen wie Apple, Meta, die Google-Muttergesellschaft Alphabet und die TikTok-Muttergesellschaft ByteDance vor - unter Androhung substanzieller Geldstrafen.

Ähnliche EU-Strafgelder für Google werden derzeit vor Gericht angefochten.

Apple hat angekündigt, die Entscheidung ebenfalls anzufechten, und behauptet, Spotifys Erfolgsgeschichte als größte Musik-Streaming-App der Welt sei teilweise auf die Unterstützung durch Apple und seinen App Store zurückzuführen.

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