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Slowakei: Fico wohl nicht mehr in Lebensgefahr

Ein Polizeiauto parkt vor dem F. D. Roosevelt University Hospital, in dem der angeschossene slowakische Premierminister Robert Fico behandelt wird.
Ein Polizeiauto parkt vor dem F. D. Roosevelt University Hospital, in dem der angeschossene slowakische Premierminister Robert Fico behandelt wird. Copyright Bela Szandelszky/AP
Copyright Bela Szandelszky/AP
Von Euronews mit AP
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Jüngsten Berichten zufolge schwebt der slowakische Ministerpräsident Robert Fico nicht mehr in Lebensgefahr. Er wurde gestern bei einem Attentat angeschossen.

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Medienangaben zufolge schwebt der slowakische Ministerpräsident Robert Fico nicht mehr in Lebensgefahr. Nach einer umfangreichen Operation scheint sein Zustand stabil zu sein. Dies bestätigte der Umweltminister Tomas Taraba gegenüber der BBC.

Auf Fico wurde gestern nach einer politischen Veranstaltung in Handlova fünfmal geschossen. Der Ministerpräsident wurde daraufhin in ein Krankenhaus in Banska Bystrica gebracht. Dort soller fünf Stunden lang operiert worden sein. Er erlitt mehrere Schussverletzungen. Seine Genesung könnte aufgrund der Schwere der Verletzungen kompliziert sein, sagte die Chefin des Krankenhauses gegenüber den Medien.

Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Robert Kalinák sagte auf einer Pressekonferenz in Bratislava: "Sein Zustand ist nach wie vor ernst, und das medizinische Team des FD Roosevelt University Hospital tut sein Bestes, um eine positive Prognose zu stellen."

Er fügte hinzu: "Leider kann ich keine guten Nachrichten verkünden, denn das Ausmaß der erlittenen Verletzungen ist so groß, dass die Reaktion des Körpers in den kommenden Tagen sehr schwierig sein wird."

Wer ist der Täter?

Ein Mann steht nun vor dem Vorwurf des versuchten Mordes aus Rache. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Derzeit ist er in der nationalen Kriminalbehörde in Nitra im Westen der Slowakei inhaftiert. 

Der slowakische Innenminister Matúš Šutaj-Eštok sagte, der angeblich 71-jährige Verdächtige sei ein „einsamer Wolf“ und gehöre keiner politischen Partei an. Er habe aber zuvor an Protesten gegen die Regierung teilgenommen. 

"Dunkelster Moment" in der modernen Geschichte der Slowakei

Die slowakischen Behörden bezeichnen das Attentat als den "dunkelsten Moment" in der modernen Geschichte des Landes. 

Der amtierende Präsident des slowakischen Parlaments, Peter Žiga, sagte gestern gegenüber Reuters: "Ich empfinde dies als einen Angriff auf die Grundsätze der slowakischen Demokratie." Er fügte hinzu: "Eine solch schreckliche Tat hat es in der slowakischen Geschichte noch nie gegeben." Er sieht das Attentat als Ergebnis eines sich hoch gesteigerten politischen Konflikts zweier extremer Lager.

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