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"Giftige" slowakische Politik ist Nährboden für Gewalt

In den letzten Jahren hat es mehrere Gewalttaten in der Slowakei gegeben.
In den letzten Jahren hat es mehrere Gewalttaten in der Slowakei gegeben. Copyright Denes Erdos/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit AP
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Der Anschlag auf den slowakischen Ministerpräsident hat ganz Europa schockiert. Der Investigativjournalist Andrej Matisak sagt gegenüber Euronews, die Radikalisierung in der Slowakei sei eine Folge der "extrem gespaltenen" Politik im Land.

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Das Attenat auf den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico hat ganz Europa entsetzt. Das slowakische Innenministerium deutete an, dass der Anschlag politisch motviert gewesen sein könnte.

Investigativjournalist Andrej Matisak erklärt gegenüber Euronews Serbien, die extrem gespaltene Poltiik habe Nährboden für Gewalt geschaffen:

"Die Polarisierung, wahrscheinlich sogar die Radikalisierung zumindest eines Teils der slowakischen Gesellschaft ist in erster Linie eine Folge dessen, was die Poltiker tun." Er sieht auch einen Zusammenhang mit dem seit Monaten andauernden Wahlkampf  in der Slowakei: "Wir hatten die Parlamentwahl im September, dann, im März und April, zwei Runden der Präsidentschaftswahlen, jetzt befinden wir uns mitten im Wahlkampf vor den Europawahlen. Es ist also ständiger Wahlkampf, politischer Konkurrenzkampf die ganze Zeit seit vielen, vielen Monaten, und sogar schon davor."

Viele verglichen das Attentat auf Ministerpräsidenten Fico am Mittwoch mit dem Mord des Investigativjournalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten Martina Kusnirova im Jahr 2018. In der Slowakei kam es in den vergangenen Jahren zu meheren vermeintlich politischen Morden. So wurden 2022 zwei Menschen am Eingang einer LGBTQI-Bar in Bratislava erschossen.

Investigativjournalist Andrej Matisak ruft dazu auf, das Attentat auf den slowakischen Ministerpräsidenten dazu zu nutzen, die Politik endlich etwas zu einen: "Lassen Sie uns diese schreckliche Gewalttat irgendwie positiv nutzen. Es wäre gut, wenn sich Politiker aller Parteien zusammen in einem Raum versammeln und wirklich zu den Wählern sagen: 'Bitte verbreitet keinen Hass! Verbreitet keine Gewalt, verbreitet keine Lügen!'"

"Dunkelster Moment" der slowakischen Geschichte

Die slowakischen Behörden bezeichneten das Attenat als dunkelsten Moment in der modernen Geschichte des Landes. Der verdächtige Attentäter wurde wegen versuchten Mordes angeklagt.

Fico befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Laut Regierungsangaben sei sein Zustand nach langer Operationen in der Nacht zwar stabil, aber weiterhin "sehr ernst".

Bei einer politischen Veranstaltung in der Stadt Handlova fielen mehere Schüsse. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wurde getroffen und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

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