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Generalbundesanwalt ermittelt nach tödlicher Messerattacke in Mannheim

Polizisten und Polizistinnen trauern in Mannheim, nachdem sie vom Tod ihres Kollegen erfahren haben.
Polizisten und Polizistinnen trauern in Mannheim, nachdem sie vom Tod ihres Kollegen erfahren haben. Copyright Michael Probst/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Philipp Lippert mit AP
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Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Polizisten in Mannheim hat jetzt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Auch die Bundespolitik befasst sich mit dem Fall.

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Im Fall der tödlichen Messerattacke auf einen Polizisten in Mannheim hat jetzt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Das berichtet unter anderem der Spiegel. Dieser Schritt erfolge aufgrund der besonderen Bedeutung des Falls. Zudem werde die Tat als "religiös motiviert" eingestuft. Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt dabei wegen Mordes, fünffachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Laut SWR liegt der mutmaßliche Täter weiter im Krankenhaus und konnte noch nicht vernommen werden.

Zuvor hatte die Attacke am Wochenende bereits Debatten ausgelöst - unter anderem lud die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte "Junge Alternative", die Jugendorganisation der AfD, unter dem Motto "Remigration hätte diese Tat verhindert" zu einer Veranstaltung auf dem Mannheimer Marktplatz ein. Aufgegriffen wurde dabei die Herkunft des Angreifers, der aus Afghanistan stammt. AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst forderte deshalb eine strengere Asyl- und Migrationspolitik: „Menschen, die hierher kommen und unsere Gastfreundschaft nicht wertschätzen, die müssen dann eben wieder gehen. Und darüber müssen wir endlich auch mal reden.”

Zeitgleich zur Veranstaltung der "Jungen Alternative" hatten mehrere Parteien zu einer Mahnwache gegen Hass und Gewalt aufgerufen. Nach Angaben der Polizei folgten über 800 Menschen letztlich dem Aufruf des überparteilichen Bündnisses - und bildeten auf dem Marktplatz eine Menschenkette. Dazu sagte Gerhard Fontagnier von den Mannheimer Grünen: „So etwas [die Ermordung des Polizisten] kurz vor den Wahlen politisch zu instrumentalisieren, ist einfach undemokratisch. Deshalb sind wir heute hier.“

Am Montagnachmittag hat eine weitere Mahnwache auf dem Markplatz stattgefunden, an der laut SWR rund 8.000 Menschen teilgenommen haben. Hunderte Polizisten und Polizistinnen sowie hochrangige Politiker und Politikerinnen wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser waren dabei.

Tödliche Messerattacke beschäftigt auch die Bundespolitik

In einem Statement hat Bundeskanzler Olaf Scholz ein konsequentes Vorgehen gegen Extremisten angekündigt.

Die CDU will laut "Rheinischer Post", dass der Bundestag in einer Aktuellen Stunde über den Fall und über Gewalt gegen Einsatzkräfte debattiert.

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