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US-Präsident Trump unterstützt Ungarns Orbán vor wichtigen Wahlen

US-Präsident Donald Trump schüttelt die Hand des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban (links) während der Unterzeichnungszeremonie für seine Friedensinitiative
US-Präsident Donald Trump schüttelt die Hand des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban (links) während der Unterzeichnungszeremonie für seine Friedensinitiative Copyright  AP Photo
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Von Sandor Zsiros
Zuerst veröffentlicht am
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Trump hat in der Vergangenheit immer wieder gleichgesinnte rechtsgerichtete Kandidaten im Wahlkampf unterstützt. Orbán steht vor seiner schwierigsten Wahl, denn die oppositionelle Tisza-Partei des jungen Konservativen Peter Magyar liegt in den Meinungsumfragen vorn.

US-Präsident Donald Trump hat dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán öffentlich seine Unterstützung ausgesprochen. In einem Beitrag auf Truth Social stellte er sich hinter Orbán, wenige Wochen vor einer richtungsweisenden Wahl im April, bei der der langjährige Regierungschef seine Macht verlieren könnte.

Orbán regiert Ungarn seit 2010 mit einer stabilen Supermehrheit. Aktuelle Umfragen deuten jedoch auf einen Machtwechsel hin: Die oppositionelle Theiß-Partei unter Führung von Péter Magyar liegt in den Meinungsumfragen vorn und gilt als ernsthafte Herausforderung für den Ministerpräsidenten.

Trump hat bereits in der Vergangenheit aktiv rechtskonservative Verbündete im Ausland unterstützt. So sprach er sich im Wahlkampf sowohl für die japanische Politikerin Sanae Takaichi als auch für den argentinischen Präsidentschaftskandidaten Javier Milei aus – beide gingen letztlich als Sieger hervor.

Auch in einer umstrittenen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA wird betont, dass Washington auf nationalistische und rechtsextreme Kräfte in Europa setze, um einen angeblichen "zivilisatorischen Niedergang" des Kontinents aufzuhalten.

"Ich habe Viktor Orbán bei den Wahlen 2022 mit Stolz unterstützt, und es ist mir eine Ehre, dies erneut zu tun", erklärte Trump am Donnerstag. Er bezeichnete Orbán als "wahren Freund, Kämpfer und Gewinner" und lobte insbesondere dessen harte Haltung gegenüber illegaler Migration.

Bereits im Januar hatte Trump in einem Brief an Orbán angedeutet, Ungarn noch vor der Wahl besuchen zu wollen. Ein konkreter Termin steht bislang jedoch nicht fest. Orbán wiederum erklärte Anfang dieser Woche, er wolle Trump gezielt zu einem Besuch nach Ungarn "ködern". Zudem betonte er, dass ein möglicher Gipfel zwischen den USA, Russland und der Ukraine weiterhin im Gespräch sei.

"Es gibt eine definitive Vereinbarung, die ich sowohl mit dem amerikanischen als auch mit dem russischen Präsidenten getroffen habe, wonach ein Friedensgipfel – sollte es Fortschritte geben – in Budapest stattfinden würde", sagte Orbán.

Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts 21 Research Center kommt die Tisza-Partei derzeit auf 35 Prozent der Stimmen, während die regierende Fidesz-KDNP-Koalition bei 28 Prozent liegt. Die Wahl ist für den 12. April angesetzt.

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