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Von der Leyen und Selenskyj schließen EU-Ukraine-Drohnenabkommen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Copyright  AP Photo
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Von Jorge Liboreiro
Zuerst veröffentlicht am
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Die Vereinbarung soll Europas Industrie mit der in Kriegszeiten erprobten Expertise der Ukraine verzahnen.

Die Europäische Union und die Ukraine haben ein Abkommen unterzeichnet, um gemeinsam die Produktion von Drohnen auszuweiten – einer rasant fortentwickelten Technologie, die die moderne Kriegsführung grundlegend verändert hat.

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Bekannt gaben es Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Kyjiw.

Die Initiative soll die industrielle Basis der EU mit dem weltweit führenden Know-how der Ukraine verbinden, das das Land in mehr als vier Jahren Kampf gegen russische Truppen aufgebaut hat.

Drohnen haben Kyjiw geholfen, den Nachteil an verfügbarem Personal auszugleichen. Sie ermöglichen außerdem Angriffe über große Distanz auf russische Ölraffinerien und haben so eine Treibstoffkrise ausgelöst.

„Wir produzieren jedes Jahr zehn Millionen Drohnen – zehn Millionen. Und es werden 20 Millionen werden“, sagte Selenskyj bei einer Zeremonie anlässlich des Tags der Staatlichkeit auf dem Michaelsplatz in der Hauptstadt.

„Zum ersten Mal hat die Ukraine das Geschehen auf dem Schlachtfeld grundlegend verändert.“

Finanzierung aus zwei EU-Töpfen

Die Finanzierung soll aus zwei EU-Töpfen kommen: dem Hilfskredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine und rund 10 Milliarden Euro, die im Rüstungsprogramm SAFE noch verfügbar sind.

Bisher haben mehrere EU-Staaten eigene Abkommen mit der Ukraine geschlossen, um von ihrer technologischen Innovationskraft zu profitieren. Die nun gebilligte Vereinbarung weitet diese Partnerschaft auf alle 27 Mitgliedstaaten aus.

„In Europa verfügen wir bereits über enorme technologische und industrielle Kapazitäten, die wir nutzen können. Und wir haben sichere Produktionsstandorte, mit denen sich die Fertigung hochfahren lässt“, sagte von der Leyen in ihrer Rede.

„Uns fehlt jedoch das kampferprobte Wissen, das die Ukraine sich erarbeitet hat. Deshalb müssen wir unsere Stärken bündeln. Gemeinsam können wir in die gemeinsame Produktion einsteigen.“

Eine wichtige Neuerung: Die Drohnen können im gesamten Gebiet der EU gebaut und gelagert werden, nicht nur in der Ukraine. So sollen sie besser vor russischen Angriffen geschützt sein.

Die Lagerung soll jedoch nur kurzfristig erfolgen, weil sich die Technologie rasant weiterentwickelt. Nach zwei bis drei Monaten gehen die Drohnen an die Ukraine oder an Mitgliedstaaten, die ihre Fähigkeiten stärken wollen – vor allem an der Ostflanke der EU.

Offen ist, wie Moskau reagieren wird. Russlands Vorgehen gegen EU-Staaten fällt seit einiger Zeit immer provokanter aus.

In einem zweiten Schritt will die Kommission die Zusammenarbeit mit der Ukraine auf die Produktion ballistischer und antiballistischer Raketensysteme ausweiten. Das liegt allerdings noch in weiter Ferne.

„Jetzt ist der Moment, in die Ukraine zu investieren, in Europa zu investieren“, sagte von der Leyen, „und in unsere gemeinsame Sicherheit und unsere gemeinsame Zukunft.“

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