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Was steckt hinter der EU-Regelung "Chat Control"? Euronews KI-Chatbot erklärt

Die Signal-App auf dem Display eines Smartphones.
Signal-App auf dem Display eines Smartphones. Copyright  AP Photo/Kiichiro Sato
Copyright AP Photo/Kiichiro Sato
Von Elisabeth Heinz
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die EU billigt "Chat Control", um Kinder im Netz zu schützen. Tech-Konzerne sollen dafür private Nachrichten und E-Mails nach Kinderpornografie durchsuchen. Was steckt hinter dem System? Der Euronews-KI-Chatbot erklärt es.

In der EU wird darüber gestritten, wie weit Online-Plattformen beim Durchsuchen privater digitaler Nachrichten und Unterhaltungen gehen dürfen.

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Anfang dieses Monats haben die Abgeordneten des Europaparlaments eine Verlängerung der Verordnung "Chat Control 1.0" bis April 2028 beschlossen. Die seit 2021 geltende Regelung erlaubt Plattformen, private digitale Nachrichten und E-Mails freiwillig zu scannen. Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dienste wie WhatsApp und Signal sind davon ausgenommen: Dort können nur Sender und Empfänger die Nachrichten lesen.

Die Chat-Kontrolle bildet eine Ausnahme von der europäischen ePrivacy-Richtlinie, die private Online-Aktivitäten und Kommunikation schützt. Grundsätzlich ist die Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer nötig, bevor Daten abgerufen, überwacht oder genutzt werden.

Das Ziel: Kinder vor der wachsenden Zahl von Darstellungen sexualisierter Gewalt im Netz zu schützen und wirksamere Instrumente einzusetzen, um Inhalte zu erkennen, die sonst unbemerkt blieben. Die EU-Kommission verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Meldungen zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder im Internet – von einer Million im Jahr 2010 auf mehr als 23 Millionen im Jahr 2025. Diese Meldungen umfassten 61,8 Millionen Dateien, darunter 29,4 Millionen Bilder und 26,3 Millionen Videos.

Doch bereits liegt eine weitergehende Reform auf dem Tisch. Die EU-Mitgesetzgeber verhandeln über "Chat Control 2.0". Sie würde alle Online-Plattformen – auch verschlüsselte Dienste – zwingen, private digitale Unterhaltungen zu durchsuchen. Das Scannen verschlüsselter Nachrichten greift in den Datenschutz der Nutzerinnen und Nutzer ein und verstößt gegen EU-Recht, darunter die ePrivacy-Richtlinie und die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR).

Auf diese schärferen Regeln haben sich die Mitgesetzgeber bisher nicht geeinigt. Die Gespräche sollen im September weitergehen.

Sie möchten mehr darüber wissen, wie sich Chat Control auf Ihre Nachrichten auswirkt? Fragen Sie den KI-Chatbot von Euronews!

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