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Brandenburgs Junge-Union-Chefin wirft hin: CDU-Kurs führe "in Sackgasse"

Friedrich Merz während des CDU-Wahlkampfs, Archiv
Friedrich Merz während des CDU-Wahlkampfs, Archiv Copyright  (c) Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Laura Fleischmann
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Laura Strohschneider hat die CDU und die Junge Union verlassen. Die frühere JU-Landeschefin in Brandenburg begründet ihren Austritt mit einem Vertrauensverlust in die Glaubwürdigkeit der Partei und kritisiert den Kurs der Bundesregierung.

Nach rund zwei Jahren als Landeschefin der Jungen Union Brandenburg ist Laura Strohschneider zurückgetreten. Auch die Partei hat sie verlassen, wie sie auf Instagram verkündet hat.

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Hintergrund sei mangelnde Glaubwürdigkeit der CDU: "Fast zehn Jahre habe ich mich engagiert, weil ich geglaubt habe, dass wir dieses Land wieder nach vorne bringen können." Diesen Glauben habe sie verloren. "Nicht an die Menschen in der Jungen Union. Sondern an die Glaubwürdigkeit unserer Partei", schreibt die 29-Jährige in einem Instagram-Post.

"Wir erleben eine Politik, die es den Fleißigen schwerer statt leichter macht. Und Akteure, die immer wieder erklären, es sei doch alles nicht so schlimm – während ich in meinem Umfeld täglich das Gegenteil erlebe", kritisiert Strohschneider weiter.

In einer Erklärung an die JU-Mitglieder, aus der die dpa zitiert, heißt es zudem, dass Strohschneider unzufrieden sei mit der CDU-Spitze sowie mit dem aktuellen Kurs der Bundesregierung. Strohschneider schäme sich für die Bundespolitik.

"Dass unserem Spitzenpersonal die Glaubwürdigkeit verloren gegangen ist, ist für mich ein Symptom eines tieferliegenden Problems", so die 29-Jährige. Auch die inhaltliche Richtung, die diese Bundesregierung fährt, ist meines Erachtens nicht die, für die wir Wahlkampf gemacht und für die uns die Wähler ihre Stimme geschenkt haben."

Aus ihrer Sicht führe der Kurs der CDU in eine Sackgasse. "Wir haben uns aus ideologischen Gründen in eine Lage manövriert, in der wir getrieben von Angst vor dem Verlust des Koalitionspartners zwingend notwendige Reformen nicht im erforderlichen Umfang durchsetzen und stattdessen sogar noch weitere Fehlsteuerungen vornehmen", schrieb Strohschneider.

Besonders kritisch sehe sie die Einkommenssteuerreform sowie die Grundgesetzänderung zur Schuldenbremse, so die bisherige JU-Landeschefin.

Strohschneider trat 2016 in die CDU ein und war von 2019 bis 2021 als Kreisvorsitzende der JU Jena aktiv. 2023 wurde sie zur Landesvorsitzenden der JU Brandenburg gewählt. Privat ist Strohschneider Juristin und seit 2019 Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens für Vermietung und Hausverwaltung.

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