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Nach der EU-Pandemie-Hilfe: Wie geht es Unternehmern heute?

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Von Naomi Lloyd
Nach der EU-Pandemie-Hilfe: Wie geht es Unternehmern heute?
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In den verschiedenen Folgen der Serie wurden quer durch Europa immer wieder Start-ups, Unternehmer oder Arbeitnehmer vorgestellt, die dank der direkten oder indirekten Hilfe der Europäischen Union durch die Coronakrise kommen. Wie geht es ihnen heute?

Real Economy traf Dovile Ambrazeviciute und ihre Schwester Kristina, die einen Pflanzenladen in Litauens Hauptstadt Vilnius betreiben, erstmals während des zweiten Lockdowns des Landes.

Dank der finanziellen Unterstützung der Regierung und des SURE-Programms der EU konnten sie ihre Angestellten und einen Teil ihrer Miete bezahlen und hatten es sogar geschafft, einen zweiten Pflanzenladen zu eröffnen.

Aktuell ist die Lage weniger rosig: "Unsere größte Sorge ist, dass wir nicht überleben werden, denn wir haben Schulden, große Schulden und die Wirtschaft ist ziemlich langsam", sagt Dovile Ambrazeviciute.

Nachdem sie den zweiten Laden eröffnet hatten, bekamen sie keine staatliche Unterstützung mehr.

"Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung für die Gehälter unserer Angestellten, aber wir haben keine Unterstützung für unsere Fixpreise bekommen, wie zum Beispiel die Miete, die hier sehr hoch ist", erklärt sie. "Was wir uns von Europa wünschen würden, sind ähnlichere Regeln für alle Länder und alle Unternehmen, egal wo man sich befindet."

Slowenien: Servicepersonal zu finden ist schwierig

In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana traf Real Economy Greg Yurkovich, der zwei Pizzarestaurants betreibt und seine 30 Angestellten dank der SURE-Hilfe von Regierung und EU behalten konnte.

Jetzt erzählt er, dass er Schwierigkeiten hat, Personal zu finden: "Unser Problem ist, dass es überall im Gastgewerbe einen Mangel an Mitarbeitern gibt", sagt Greg. "Die Mitarbeiter, die wir beurlaubt hatten, kamen zurück. Das Problem für uns sind diejenigen, die die Belegschaft verlassen hatten und immer noch irgendeine Art von finanzieller Unterstützung vom Staat erhalten", fährt er fort. "Wie kann man die Leute motivieren, wieder zu arbeiten und die Motivation aufrechtzuerhalten, die Wirtschaft und die kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern?"

Finnische Unternehmen sehen das Risiko

Bengt Westerholm ist der Geschäftsführer eines der größten finnischen Frachtunternehmen in Privatbesitz in Finnland.

Als Real Economy ihn im Dezember 2020 traf, steckte der Großteil seiner See- und Containerfracht in China fest.

"Wir haben immer noch einen großen Teil der Luftfracht am Boden", erzählt Bengt uns. "Wir sehen immer noch einige Seefrachtraten aus dem Fernen Osten nach Europa, die tatsächlich fünfmal so teuer, oder sogar - was ich vergangene Woche gesehen habe, zehnmal so teuer sind, als vor zwei Jahren. Wir sehen viele finnische Unternehmen, die jetzt nach Möglichkeiten suchen, ihre Lieferanten und ihre Materialien in Europa oder näher an Europa zu finden. Wir alle sehen jetzt das Risiko."

Barcelona: Neue Online-Arbeit

Laura Cardenas Corrales ist Grafikdesignerin. Sie hat ihre Arbeit in der Coronakrise verloren. Heute ist sie auf einer Plattform eingeschrieben: Ihre Arbeit laufe gut, erzählt sie. Ihre Sorge ist der Klimawandel:

"Mir persönlich macht der Klimawandel Sorgen. Deshalb unterstütze ich die Tatsache, dass sich die Europäische Union mit diesem Thema beschäftigt", sagt sie. "Ich würde gerne wissen, ob sie in Zukunft planen, Start-ups, Unternehmern und anderen zu helfen, nachhaltigere Projekte durchzuführen oder Anreize geben bzw. ihnen in irgendeiner Weise helfen, damit ihr gesamtes System umweltfreundlicher wird."