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Chandrayaan-3: Was Sie über Indiens Mond-Mission wissen müssen

Ein Blick auf den Mond, wie er von der Landefähre Chandrayaan-3 während der Einbringung in die Mondumlaufbahn am 5\. August 2023 gesehen wird, in diesem Screenshot aus einem am 6\. August 2023 veröffentlichten Video.
Ein Blick auf den Mond, wie er von der Landefähre Chandrayaan-3 während der Einbringung in die Mondumlaufbahn am 5\. August 2023 gesehen wird, in diesem Screenshot aus einem am 6\. August 2023 veröffentlichten Video. Copyright ISROV via Reuters
Copyright ISROV via Reuters
Von Reuters
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Nur wenige Tage nach dem Absturz der russischen Mondsonde Luna-25 tritt eine indische Mondlandemission in die entscheidende Phase.

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Die indische Raumfahrtbehörde steht kurz vor dem Versuch, mit einem Raumschiff auf dem Südpol des Mondes zu landen - eine Mission, die das Land als Raumfahrtnation neu positionieren dürfte. 

Die Mission Chandrayaan-3 wurde am 14. Juli von Indiens wichtigstem Weltraumbahnhof im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh aus gestartet.

Seitdem hat sie in immer größerem Radius die Erde umrunde und  ist dann in eine Mondumlaufbahn gewechselt. 

Hier liefern wir Ihnen die wichtigsten Fakten über die Chandrayaan-3-Mission der Indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO).

Was ist das Ziel von Chandrayaan-3?

Ziel der Chandrayaan-3-Mission ist der Südpol des Mondes, eine Region mit gefrorenem Wasser, das letztlich Voraussetzung für eine dauerhafte Mondkolonie sein könnte. 

Bei erfolgreicher Landung soll Chandrayaan-3 zwei Wochen lang funktionsfähig bleiben und eine Reihe von Experimenten durchführen, darunter eine Spektrometeranalyse der mineralischen Zusammensetzung der Mondoberfläche.

Die Landefähre Chandrayaan-3 wiegt etwas mehr als 1.700 Kilogramm und hat etwa die Größe eines Geländewagens. 

NASA-Administrator Bill Nelson zufolge sei die US-Raumfahrtbehörde "gespannt" darauf, was die indische Mission bringen werde.

Vor welchen Herausforderungen steht die Mission?

Indiens letzter Versuch, auf dem Südpol des Mondes zu landen, war im Jahr 2019 gescheitert.

Chandrayaan-2 hatte erfolgreich einen Orbiter ausgesetzt, doch der zugehörige Lander und sein Rover wurden zerstört, ungefähr an der Stelle, an der Chandrayaan-3 aufsetzen soll. Eine Herausforderung stellt das unwegsame Gelände dar. 

ISRO-Wissenschaftler zufolge wurden technische Anpassungen vorgenommen, um einen erneuten Fehlschlag zu vermeiden. Dazu gehört ein System zur Ausweitung der potenziellen Landezone. Außerdem wurde der Lander mit mehr Treibstoff und stabileren Beinen ausgestattet.

Die erste russische Mondmission seit fast 50 Jahren war am Wochenende gescheitert, als die Raumsonde Luna-25 unkontrolliert auf der Mondoberfläche aufschlug.

Ein privates japanisches Raumfahrtunternehmen, ispace, scheiterte im April ebenfalls mit dem Versuch einer Mondlandung.

Politisch und wirtschaftlich steht viel auf dem Spiel

Mit einer erfolgreichen Mission wäre Indien nach der damalgigen UdSSR, den Vereinigten Staaten und China erst das vierte Land, das erfolgreich auf dem Mond gelandet ist, und würde sich kurz vor den Parlamentswahlen im nächsten Jahr als Weltraummacht etablieren.

Regierungschef Narendra Modi will auch Investitionen in private Raumfahrtunternehmen und damit verbundene satellitengestützte Unternehmen unterstützen.

Indien möchte, dass seine privaten Raumfahrtunternehmen ihren Anteil am weltweiten Markt innerhalb des nächsten Jahrzehnts verfünffachen.

Modi sagte beim Start der Mondmission, die ISRO schreibe "ein neues Kapitel in Indiens Weltraum-Odyssee" und fördere "die Träume und Ambitionen eines jeden Inders".

Die ISRO plante, die Landung am Mittwoch ab 11.50 Uhr GMT (13.50 Uhr MEZ) im Fernsehen zu übertragen.

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