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Streit zwischen Hoteliers und Kurzzeitvermietern in Italien

Zwischen Hoteliers und den Kurzzeit-Vermietern gibt es Streit.
Zwischen Hoteliers und den Kurzzeit-Vermietern gibt es Streit. Copyright Fabio Ferrari/LaPresse
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Von Euronews
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Hoteliers und Kurzzeitvermieter streiten und Marktanteile, nicht nur Italien. Außerdem wird der Wohnraum in den Großstästen immer teurer. Italen will es den Kurzzeitvermietern künftig schwerer machen und gleiche Regeln für alle sezten.

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Neue Regeln für die Vermietung von Ferienwohnungen sorgen in Italien für hitzige Debatten. Mit dem Gesetzesvorschlag will die Regierung den Mangel an erschwinglichem Wohnraum beheben und die italienischen Großstädte wiederbevölkern.

Alle Arten von Kurzzeitvermietungen, von Airbnb-Wohnungen bis hin zu Villen, sollen genauer ins Visier genommen werden. Eine Mindestaufenthaltsdauer von zwei Nächten und eine neue Kennzeichung sind einige der Maßnahmen.

Zwischen Hoteliers und den Kurzzeit-Vermietern gibt es Streit. Hotelbesitzer hatten mehr Fairness und gleiche Regeln für alle gefordert.

"Heute gibt es in Rom über 25.000 Beherbergungsbetriebe, 10.000 davon sind Hotels", sagt Alessandro Massimo Nucara, Direktor von Federalberghi, eines Verbands für das Hotelgewerbe in Italien. 

"Um einen Hotelbetrieb zu eröffnen, muss man eine unendliche Anzahl von Genehmigungen beantragen. Aber für die anderen Angebote braucht man das nicht. Deshalb möchten wir, dass die Bürgermeister mehr Macht bekommen: mehr Kontrollen und mehr Sanktionen, aber wirksame Sanktionen", fordert Nucara.

Aber die Vermieter wollen ihr Geschäft verteidigen. Andrea Santolini von "Spaghetti Apartments" verwaltet 15 Wohnungen im Zentrum von Rom. Er sagt, man könne Hotels und Kurzzeitvermietungen nicht miteinander vergleichen. 

"Touristen, die sich für ein Apartment entscheiden, sind anders als die, die ein Hotelzimmer buchen, und das ist nicht immer eine Frage des Budgets", meint Santolini. 

"Die Wohnung wird oft wegen ihrer Eigenschaften bevorzugt oder es gibt spezifische Gründe für diese Wahl. Wir haben zum Beispiel viele Apartments in der Nähe von Krankenhäusern. Andere Gäste geben lieber etwas mehr aus und haben die Möglichkeit, zu Hause zu kochen."

In einem Punkt herrscht Einigkeit zwischen den Interessensgruppen: Die, die sich nicht an das Gesetz halten, sollten Strafe zahlen, sagt Marco Celani. Er ist Präsident des Verbandes für Kurzzeitvermietungen in Italien.

"Wir sind dafür, dass gegen diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, sanktioniert werden. Und wir wollen, dass das Tourismusministerium die Verantwortung für die Situation übernimmt, anstatt die Angelegenheit den regionalen Behörden zu überlassen."

Die geplante Regulierung wird große Auswirkungen für den Markt der Kurzzeitvermietungen haben. Der Tourismus macht einen wichtigen Teil der italienischen Wirtschaft aus. Bis ein Gesetz in Kraft tritt, ist es allerdings noch ein weiter Weg.

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