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USA drohen 4,7 Millionen weniger Ankünfte wegen neuer ESTA-Vorgaben

Souvenirs von der Freiheitsstatue und dem Empire State Building im Memories of New York Geschenkeladen am Donnerstag, 12. November 2020, in New York.
Souvenirs von der Freiheitsstatue und dem Empire State Building im Memories of New York Geschenkeladen am Donnerstag, 12. November 2020, in New York. Copyright  Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Von David Del Valle
Zuerst veröffentlicht am
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Die USA könnten für strengere ESTA-Regeln zur Offenlegung von Social-Media-Aktivitäten einen hohen Preis zahlen. Laut Welttourismusrat drohen bis zu 4,7 Millionen weniger internationale Ankünfte im Jahr 2026, Milliardenverluste im Tourismus und bis zu 157.000 gefährdete Arbeitsplätze.

Vorgeschlagene Änderungen am US-Programm zur Befreiung von der Visumspflicht (ESTA) könnten für die Vereinigten Staaten teuer werden. Internationale Reisende müssten demnach deutlich umfassender offenlegen, was sie in sozialen Medien tun.

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Eine neue Studie des World Travel and Tourism Council (WTTC), erstellt gemeinsam mit GSIQ und Oxford Economics, warnt vor erheblichen Folgen: Die Ausgaben internationaler Besucher könnten um bis zu 15,7 Milliarden Dollar (13,2 Milliarden Euro) sinken. Zudem könnten bis zu 157.000 Arbeitsplätze in den USA gefährdet sein.

Eine Umfrage in mehreren ESTA-berechtigten Märkten zeigt außerdem, wie schnell sich die Auswirkungen bemerkbar machen könnten. Demnach sind 66 Prozent der Reisenden bereits über die Pläne informiert. Das deutet darauf hin, dass Änderungen die Wahrnehmung und das Verhalten von Touristinnen und Touristen nahezu unmittelbar beeinflussen würden.

Weniger internationale Touristen

Jede dritte befragte Person (34 Prozent) gab an, in den nächsten zwei bis drei Jahren seltener in die USA zu reisen, falls die neuen Anforderungen kommen. Nur 12 Prozent sagten, sie würden das Land dann eher besuchen. Insgesamt ergibt sich damit ein klar negatives Bild bei den Reiseabsichten.

Die Umfrage zeigt zudem, dass sich das Image der USA als Reiseziel verschlechtern könnte. Viele Reisende empfinden die Vereinigten Staaten durch die geplante Politik als weniger einladend und weniger attraktiv, sowohl für Urlaubs- als auch für Geschäftsreisen. Die Mehrheit glaubt außerdem nicht, dass die Maßnahme die eigene Sicherheit bei einem USA-Besuch erhöhen würde.

Die Wirtschaftsmodellierung des World Travel and Tourism Council (WTTC) geht in einem Szenario starker Auswirkungen davon aus, dass die USA im Jahr 2026 rund 4,7 Millionen weniger internationale Ankünfte aus ESTA-Ländern verzeichnen würden. Das entspräche einem Rückgang um 23,7 Prozent gegenüber einem "Business as usual"-Szenario.

Noch breiter gerechnet könnten die Verluste im Reise- und Tourismus-BIP bei 21,5 Milliarden Dollar (mehr als 18 Milliarden Euro) liegen. Auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt wären erheblich: bis zu 157.000 Jobs könnten wegfallen. Zum Vergleich: 2025 wurden im Schnitt rund 50.000 neue Arbeitsplätze pro Monat geschaffen.

Der Bericht verweist außerdem darauf, dass die USA zwischen 2019 und 2025 bereits 11 Millionen internationale Besucher verloren haben. Neue Eintrittsbarrieren könnten die Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend umkämpften globalen Markt weiter schwächen.

Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Reisezielen

Im Vergleich zu anderen wichtigen Reisezielen wie dem Vereinigten Königreich, Japan, Kanada oder westeuropäischen Ländern wird die geplante Einreisepolitik deutlich restriktiver wahrgenommen. Das könnte den USA einen spürbaren Nachteil verschaffen.

"Die Sicherheit der US-Grenzen ist von entscheidender Bedeutung, aber die geplanten Änderungen werden der Schaffung von Arbeitsplätzen schaden, etwas, das der US-Regierung sehr am Herzen liegt", sagte Gloria Guevara, Präsidentin und CEO des WTTC. "Unsere Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass mehr als 150.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten, wenn diese Politik umgesetzt wird. Selbst bescheidene Veränderungen im Besucherverhalten werden reale wirtschaftliche Folgen für die US-amerikanische Reise- und Tourismusindustrie haben, insbesondere in einem stark wettbewerbsorientierten globalen Markt", fügte sie hinzu.

Der WTTC fordert die politischen Entscheidungsträger in den USA auf, die wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Folgen sorgfältig abzuwägen. Der Tourismus sei eine zentrale Triebfeder der US-Wirtschaft und ein wichtiger Faktor für internationale Beziehungen. Andernfalls bestehe das Risiko, dass die Nachfrage nach USA-Reisen sinkt und die Wettbewerbsposition des Landes im globalen Tourismus weiter unter Druck gerät.

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