In der Hauptstadt haben die Behörden provisorische Kühlzentren eingerichtet. Dort stehen Ventilatoren, Luftkühler, Trinkwasser und orale Rehydrationslösungen bereit, damit Einheimische sowie Touristinnen und Touristen die Hitze besser aushalten. Gesundheitsbehörden raten, während der heißesten Stunden des Tages in den Häusern zu bleiben und bei Anzeichen wie Schwindel oder hohem Fieber ärztliche Hilfe zu suchen.
Der Indische Wetterdienst warnt, dass die extremen Temperaturen in den kommenden Tagen anhalten dürften, vor allem in den nördlichen Ebenen.
Die Extremhitze bringt den Alltag in mehreren Bundesstaaten durcheinander, darunter Uttar Pradesh. Dort bleiben nachmittags einige Straßen und Märkte geschlossen, weil die Temperaturen kaum noch auszuhalten sind. In Banda kletterten die Höchstwerte Anfang der Woche auf 48,2 Grad. Die örtlichen Behörden setzten daraufhin den Unterricht aus und verlegten den Beginn der Sommerferien in mehreren Distrikten nach vorn. In ländlichen Regionen verlegen manche Bäuerinnen und Bauern ihre Arbeit in die Nachtstunden, um der Tageshitze zu entgehen.
Klimaforschende berichten, dass Indien im vergangenen Jahrzehnt häufiger und heftigere Hitzewellen erlebt hat. Das passt zu den weltweiten Erwärmungstrends. Meteorologische Daten zeigen, dass alle bisher heißesten Jahre des Landes in den vergangenen zehn Jahren lagen.