Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Regierung in Ukraine bestätigt: Drei kurz zuvor eingebürgerte Ausländer werden Minister

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
euronews_icons_loading
Regierung in Ukraine bestätigt: Drei kurz zuvor eingebürgerte Ausländer werden Minister

Das ukrainische Parlament hat die neue prowestliche Regierung mit großer Mehrheit bestätigt. In der Obersten Rada entschieden sich 288 von 339 anwesenden Abgeordneten für die Koalition aus fünf Parteien. Der neue und alte Regierungschef Arseni Jazenjuk stimmte angesichts der anhaltenden Kämpfe im Osten und der desolaten Wirtschaftslage des Landes auf eine anstrengende Aufgabe ein.

Eine historische Verantwortung birgt die Möglichkeit zu historischen Chancen.

Das Jahr 2015 werde noch härter werden als das laufende Jahr, so Jazenjuk: “Ich bin sicher, dass wir erreichen werden, wovon Millionen Ukrainer träumen. Unsere Aufgabe ist schwierig, sie ist historisch. Aber eine historische Verantwortung birgt auch die Möglichkeit zu historischen Chancen. Wir können eine neue Ukraine erschaffen. Wir werden diese Möglichkeit nutzen und unsere Ziele erreichen.”

Neben Jazenjuk bleiben die Minister für Inneres (Arsen Awakow), Äußeres (Pawel Klimkin) und Verteidigung (Stepan Poltorak) im Amt. Unter den neu ernannten Regierungsmitgliedern sind auch drei im Eilverfahren eingebürgerte Ausländer: Der ehemalige Georgier Alexander Kwitaschwili ist für Gesundheit, der ehemalige Litauer Aivaras Abromavicius für Wirtschaft und die Ex-US-Bürgerin Natalia Jaresko für Finanzen zuständig. Die ehemalige Mitarbeiterin des US-Außenministeriums arbeitet seit über 20 Jahren in der Ukraine. Ihre Erfahrung und ihr Verständnis für die Situation gäben ihr die Möglichkeit, für eine gute Zukunft der Ukraine zu arbeiten, so Jaresko.

Der Präsident hatte die drei Minister eigenen Angaben zufolge am Dienstagmorgen eingebürgert. Sein Büro begründete die Berufung der drei Neuukrainer mit der Notwendigkeit zu radikalen Reformen und der Bekämpfung der Korruption. Angesichts dessen seien “unorthodoxe Entscheidungen” nötig.