Kerzenmeer in Budapest: Gedenken an tote Flüchtlinge in Österreich

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Von Euronews
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In Budapest wurde bei einer Trauerfeier der toten Flüchtlinge gedacht, die im Laderaum eines an der österreichischen Autobahn abgestellten LKWs

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In Budapest wurde bei einer Trauerfeier der toten Flüchtlinge gedacht, die im Laderaum eines an der österreichischen Autobahn abgestellten LKWs gefunden wurden. Laut Polizei waren unter den Toten 59 Männer, acht Frauen und vier Kinder. Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen war der LKW am Mittwoch aus Budapest losgefahren.

Die Menschen, die gekommen sind, um eine Kerze im Andenken anzünden, sind zutiefst betroffen. “Es ist grausam. Es fehlen, die Worte um zu beschreiben, wie grausam es ist. Die Liste der Verantwortlichen ist lang. Ich denke, diese Tragödie führt uns vor Augen, dass nicht nur im Mittelmeer wenn Boote sinken mehrere Hundert Menschen ums Leben kommen. Auch hier in Ungarn, auf der Balkanroute gibt es Gefahren, wenn die Flüchtlinge in Autos oder LKWs reisen”, sagte Csaba Pogonyi.

Die Leichen der 71 Migranten wurden am Freitag nach Wien transportiert. Dort sollen sie obduziert werden. Den Ermittlern zufolge könnten die Menschen in dem LKW erstickt sein. Die ungarische Polizei nahm mehrere Verdächtige fest, darunter der Eigentümer des Lastwagens, sowie die beiden mutmaßlichen Fahrer. Sie sollen zum Umfeld eines bulgarisch-ungarischen Schlepperrings gehören.

"#Europe your hand is covered with blood" vigil in #budapest 4 those refugees&migrants who perished in cooler truck pic.twitter.com/GSJGswIRnA

— Arwa Damon (@arwaCNN) August 28, 2015

Budapest Keleti station, candles for Austria smuggling victims, downstairs many hundreds of refugees wait to go West pic.twitter.com/JceQDF5bFQ

— Peter Murphy (@MurphyPeterN) August 28, 2015

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