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Frankreich: landesweite Proteste gegen Arbeitsrechtsreform

Frankreich: landesweite Proteste gegen Arbeitsrechtsreform
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In Frankreich haben hunderte Menschen gegen die umstrittene, von der Regierung geplante Reform des Arbeitsrechts demonstriert. Jugendorganisationen hatten – wie hier in Paris – zu den Protesten aufgerufen. Premierminister Manuel Valls und Arbeitsministerin Myriam Khomri wollen damit der hohen Arbeitslosigkeit entgegenwirken. Auch den Gewerkschaften geht der Gesetzesentwurf zu weit. Sie haben für Monatsende weitere Aktionen angekündigt.

Das bedeutet mehr Arbeitslosigkeit für die jungen Menschen.

“Wir wollen die komplette Rücknahme des Gesetzesentwurfs, wir brauchen einen neuen Entwurf mit mehr Mitarbeiterschutz”, so CGT-Gewerkschafter Philippe Martinez.

“Was die linke Regierung plant, ist schrecklich”, sagt dieser Air-France-Angestellte. “Sarkozy träumte von dieser Reform, Hollande macht sie jetzt. Es ist schrecklich.”

Und die stellvertretende Bürgermeisterin von Morsang-sur-Orge Caroline Saint-Hilaire meinte: “Durch die Senkung der Arbeitslosigkeit mit diesem Gesetz werden wir Einweg-Beschäftigte, wie Kleenex.”

Ein Pariser Student fügte hinzu: “Egal ob Lockerung des Kündigungsschutzes oder Arbeitszeiterhöhung – all das wollen wir nicht. Das bedeutet mehr Arbeitslosigkeit für die jungen Menschen. Und deshalb gehen so viele junge Leute auf die Straße.”

Die Menschen gehen aber nicht nur auf die Straße: Im Internet kursiert eine Petition zur Verhinderung des Gesetzes, die bereits über 300.000 Menschen unterschrieben haben. Der Gesetzentwurf kommt im April ins Parlament. Davor müssen Staatsrat und Ministerrat ihn beschließen.