1000 europäische Experten üben gemeinsame Abwehr von Cyberattacken

1000 europäische Experten üben gemeinsame Abwehr von Cyberattacken
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Alle zwei Jahre proben Computerexperten staatlicher und privater Organisationen im Rahmen von "Cyber Europe" die koordinierte Abwehr grenzübergreifender elektronischer Angriffe

WERBUNG

Es sind lautlose Angriffe, und doch bedrohen sie Handel, Dienstleistungen und öffentliche Sicherheit, und das über nationale Grenzen hinweg: Computer-Experten aus gut 30 Ländern der europäischen Freihandelszone nehmen derzeit an einer Übung zur gemeinsamen Abwehr großer Cyberattacken teil.

Die sogenannte “Cyber Europe” findet alle zwei Jahre statt, die diesjährige ist die bisher größte. Dabei geht es um die Koordinierung zahlreicher, nationaler, staatlicher und privater Akteure um verschiedenen Bedrohungen zu begegnen.

“Es gibt kriminelle Cyberattacken. Es werden Bankkonten gekapert, private Daten gestohlen. Es wurden Attacken auf die Steuerbehörden verübt, ebenso wie politische motivierte Attacken, etwa in Estland und Georgien schon vor acht bis zehn Jahren. Die Bedrohung ist real. Wir bereiten Europa darauf vor, damit so etwas abgewehrt werden kann”, sagt Udo Helmbrecht, geschäftsführender Direktor bei der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) mit Sitz in Heraklion auf Kreta.

Über die vergangenen sechs Monaten hinweg simulierten die europäischen Experten bereits eine sich anbahnende Cybersicherheitskrise. Diese Woche geht es nun um die Reaktion auf plötzliche Angriffe. Von Athen aus analysieren etwa 40 Abgesandte staatlicher und privater Organisationen die Zusammenarbeit der zahlreichen Institutionen und den Nachholbedarf.

Generell seien mehr Mitarbeiter und größere Budgets nötig, sagt ENISA-Verwaltungschef Paulo Empadinhas. “Gefragt sind dabei die Mitgliestaaten. Was wir hier tun, ist grundlegend, damit Europa vorbereitet ist auf etwas, das schon sehr bald passieren könnte.”

euronews-Reporter Akis Tatsis aus Athen: “Europa baut seine Abwehrfähigkeiten gegen Cyberkriminalität aus. Mehr als 1000 Experten arbeiten in diesen Tagen hier in Athen und anderswo in Europa daran, Cyberattacken erfolgreich zu stoppen. Sie simulieren einen Vorgang, der Schnelligkeit, ein hohes Maß an Expertenwissen und effektive Kooperation nötig macht.”

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Dmytro Kuleba: "Die Ukraine hat die EU aus dem Koma geholt"

EU erhöht Unterstützung für ukrainisches MIlitär

Gerichtshof der EU: Verwaltungen dürfen Mitarbeitern religiöse Symbole verbieten