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Generalstreik in Venezuela kaum befolgt

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Von Christoph Debets
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Generalstreik in Venezuela kaum befolgt

In Venezuela haben die Menschen verhalten auf den Aufruf der Opposition zum Generalstreik reagiert. Auf den Straßen in der Hauptstadt Caracas ging es am Morgen (Ortszeit) ruhiger zu als sonst, doch viele Menschen folgten dem Streikaufruf nicht, auch wenn sie zutiefst unzufrieden mit der Regierung sind. Mit dem Generalstreik protestiert die Opposition gegen die Blockade des Referendums zur Abberufung von Staatspräsident Nicolás Maduro.

“Das ist eine politische Frage, ein Machtkampf. Eine Auseinandersetzung unter Titanen. Wer bekommt was. Am Ende leiden die einfachen Menschen. Arbeit treibt das Land an, ohne Arbeit haben wir nichts”, meint Jose Castro.

“Ich bin kein Anhänger der Regierung. Ich bin für die Opposition aber ich bin gegen den 12-stündigen Streik. Es ist absurd. Es macht keinen Sinn”, meint Eduardo Martinez.

Präsident Maduro hatte allen Unternehmen, die sich am Streik beteiligen mit Verstaatlichung gedroht und gleichzeitig den Mindestlohn um 40 Prozent erhöht. (Die 90000 Bolivares Mindestlohn und Lebensmittelkarten pro Monat entsprechen unter Berücksichtigung der Kaufkraft etwa 137 Euro, nach dem offiziellen Wechselkurs der Banco de Venezuela sind sie allerdings 15365 Euro wert.)

Am Sonntag wollen Regierung und Opposition auf der unter Vermittlung der katholischen Kirche und des Staatenbunds Unasur auf der Isla de Margarita nach einer Lösung aus der politischen und wirtschaftlichen Krise des Landes suchen.