Gabriel verzichtet auf Kanzlerkandidatur - Schulz soll gegen Merkel antreten

Gabriel verzichtet auf Kanzlerkandidatur - Schulz soll gegen Merkel antreten
Von Christoph Debets
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SPD-Chef Sigmar Gabriel verzichtet auf die Kanzlerkandidatur. Er schlägt den bisherigen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel vor.

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SPD-Chef Sigmar Gabriel verzichtet auf die Kanzlerkandidatur. Gleichzeitig schlägt er den bisherigen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel vor. Gabriel begründete seinen Schritt mit persönlichen Gründen und den besseren Wahlchancen von Martin Schulz.

Schulz solle auch Parteichef werden, sagte Gabriel am Dienstag nach Teilnehmerangaben in der SPD-Fraktionssitzung in Berlin. Gabriel selbst will das Amt des Wirtschaftsministers aufgeben und Frank-Walter Steinmeier als Außenminister nachfolgen, “noch bevor dieser zum Bundespräsidenten gewählt werde”, wie er dem STERN in einem Exklusiv-Interview sagte.

Sigmar #Gabriel verzichtet darauf, gegen #Merkel zu verlieren. Soll doch #Schulz verlieren ;-)

— Michael Leh (@Michael_Leh) 24. Januar 2017

br> Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass in der morgigen Ausgabe des STERN ein Interview erscheinen wird, in dem Gabriel die Gründe für seinen Verzicht erläutert. Der STERN erscheint ausnahmeweise bereits am Mittwoch statt wie üblich am Donnerstag.

Das Exklusiv-Interview des STERN trägt den Titel: “SPD-Chef Sigmar Gabriel über seinen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur, seinen Nachfolger, seine Vorwürfe gegen Merkel und sein neues privates Glück.” Darin sagt Gabriel wörtlich: “Um einen Wahlkampf wirklich erfolgreich zu führen, gibt es zwei Grundvoraussetzungen: Die Partei muss an den Kandidaten glauben und sich hinter ihm versammeln, und der Kandidat selbst muss es mit jeder Faser seines Herzen wollen. Beides trifft auf mich nicht in ausreichendem Maße zu. Wenn ich jetzt anträte, würde ich scheitern und mit mir die SPD”.

Am 12. Februar tritt die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten zusammen.

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