Kind kommt auf Privatschule: Manuela Schwesig in der Kritik

Kind kommt auf Privatschule: Manuela Schwesig in der Kritik
Von Euronews
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Weil sie ihren Sohn auf eine Privatschule schickt, steht Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Kritik.

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Die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig (SPD), schickt ihren Sohn mit Beginn des neuen Schuljahres auf eine Privatschule. Eine Entscheidung, die für viel Aufsehen und Kritik sorgt.

Die Linke im Schweriner Landtag warf Schwesig ein “fatales Signal” in der Bildungspolitik vor. Dem NDR sagte die Fraktionschefin der Linken, Simone Oldenburg, Schwesig misstraue offenbar dem staatlichen Schulsystem. Einem System also, über das sie als Ministerpräsidentin die Aufsicht habe. Sie versuche, den Bildungserfolg ihres Sohnes auf einfachem Wege über eine Privatschule sicherzustellen. Die Defizite in den staatlichen Schulen seien offenbar so groß, dass sie diese ihrem eigenen Kind nicht zumuten wolle, so Oldenburg laut dem NDR.

Schwesig hatte sich bereits zu ihrer Zeit als Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für das Konzept des “längeren gemeinsamen Lernens” eingesetzt. Dieses von der SPD vertretene Konzept, das viele Eltern als umständlich kritisieren, weil dadurch innerhalb von zwei Jahren zwei Schulwechsel notwendig sind, umgeht sie selbst nun mit der Schulwahl.

Aus der SPD hieß es, die Debatte sei an den Haaren herbeigezogen. Die freien Schulen seien Bestandteil des Schulsystems. Schwesigs Entscheidung sei keine Wertung. Die AfD sagte, Schwesigs Entscheidung verdeutliche den “beklagenswerten Zustand des Bildungssystems in Mecklenburg-Vorpommern”.

Die Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung, Heike Walter, sagte gegenüber dem Sender, es sei fraglich, ob Schwesig womöglich kein Vertrauen in die öffentlichen Schulen habe.

Schwesig ließ wissen, sie kenne alle Schulen in Schwerin und schätze deren Arbeit. Die Schulwahl sei eine persönliche Entscheidung. Als Grund für ihre Entscheidung gab sie an, die gewählte Privatschule sei nahe an der Wohnung der Familie und stehe nicht im Widerspruch zu ihren politischen Zielen.

Manuela Schwesig hat einen Sohn und eine Tochter.

Bildungssystem ruinieren und eigene Kids dann auf Privatschulen schicken. Das ist die #SPD. #Schwesighttps://t.co/cFQwNgvOR4#Wahl2017

— Dr. Alexander Will (@AF_Will) 5. September 2017

Privat lehnt die ehemalige Bundesministerin #Schwesig die #Bildung ab, die sie Wählern und Eltern aufzwingen will.#SPD. #NeinDanke.

— classiciste (@FilzReiter) 5. September 2017

SPD-Ministerpräsidentin Schwesig schickt ihren Sohn auf Privatschule. Jüngere mag das irritieren. Ältere wissen: links reden – rechts leben.

— Wolfgang Schäfer (@WoSchBonn) 5. September 2017

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) schickt ihr Kind auf eine Privatschule. Dass ist ihr gutes Recht, bei der SPD-Bildungspolitik.

— Herr Wirt (@Herr_Wirt) 5. September 2017

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