EventsVeranstaltungen
Loader

Find Us

FlipboardLinkedinInstagramTelegram
Apple storeGoogle Play store
WERBUNG

Warum soll Merkel-Kritiker Spahn (37) ins Kabinett?

Warum soll Merkel-Kritiker Spahn (37) ins Kabinett?
Copyright REUTERS/Axel Schmidt
Copyright REUTERS/Axel Schmidt
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button

Offiziell ist es noch nicht, aber offenbar will Angela Merkel einen ihrer bekanntesten innerparteilichen Kritiker zum Gesundheitsminister machen. Warum soll Jens Spahn in die Regierung?

WERBUNG

Jens Spahn gehört zur "jungen Garde" der CDU, und er ist einer der vehementesten Kritiker der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel. Spahn soll sogar zusammen mit Christian Lindner von der FDP und Alexander Dobrindt von der CSU versucht haben, die Kanzlerin zu Fall zu bringen. Der Mann aus dem Münsterland ist einer der neuen Konservativen. Spahn sieht Merkels Flüchtlingspolitik kritisch. Er hat schon ein Islamgesetz gefordert und war beim Opernball in Wien an der Seite von Sebastian Kurz zu sehen.

Beobachter vermuten, dass Angela Merkel ihren Kritiker in die Regierung einbinden will, weil er ihr so weniger gefährlich wird. Dennoch sei klar, dass ihre Sympathien der "Kronprinzessin" Annegret Kramp-Karrenbauer gelten.

Auf der Seite von Jens Spahn steht oft der Vorsitzende der Jungen Union Paul Ziemiak (32). Er hatte gefordert, Angela Merkel "müsse auch kritische Leute zu Ministern machen". So erscheint die Wahl von Spahn auch als ein Signal an die CDU-Basis.

Wenn die SPD-Mitglieder für die GroKo stimmen, soll Jens Spahn in der neuen Regierung Gesundheitsminister werden. In den sozialen Medien stoßen diese Pläne auf Kritik - besonders unter denen, die sich ein anderes Gesundheitssystem wünschen. Dabei hatte Jens Spahn durchaus erklärt, dass die Trennung in private und gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr zeitgemäß sei.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte gratuliert schon mal. Und erntet dafür auch Kritik.

Zudem hat die Organisation "Lobbycontrol" Jens Spahn 2012 vorgehalten, dass er an einer Lobbyagentur für die Pharmaindustrie beteiligt war - während er Experte für Gesundheitspolitik war.

Im vergangenen Jahr geriet der gelernte Bankkaufmann wegen seiner Beteiligung an einem Startup, das günstige Bearbeitungen von Steuererklärungen im Internet anbietet, in die Kritik. SPD und Grüne warfen ihm einen Interessenkonflikt vor, weil er als Finanzstaatssekretär für solche Firmen zuständig sei und einen staatlichen Zuschuss erhalten habe. Spahn erklärte, er werde die Anteile an der Firma verkaufen und den Zuschuss zurückzahlen.

Privat hat Jens Spahn im Dezember 2017 seinen Lebensgefährten geheiratet. Die BUNTE durfte über die Hochzeit berichten, denn Spahns Partner ist der dort arbeitende Journalist Daniel Funke, ein Schwabe mit Koffer in Berlin, der nicht nur Royals, sondern auch Politiker interviewt.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

AfD wehrt sich gegen Putin-Propaganda-Vorwürfe

Robert Habeck: "Wir müssen pragmatischer sein und weniger bürokratisch"

Scholz' Zurückhaltung ist für die Ukraine zu einem großen Problem geworden