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Eine kleine Sensation: Wombat-Baby "Apari" ist da

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Eine kleine Sensation: Wombat-Baby "Apari" ist da

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Reuters
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Spitze Nase, kurzes Fell und kugelrunde Augen: Das Wombat-Baby "Apari" ist da! Schon lange haben Besucher des Duisburger Zoos auf den süßen Racker gewartet, nun konnten sie ihn frisch und munter außerhalb des Beutels seiner Mutter erleben.

Apari ist nicht nur knuffig, sondern auch eine kleine Sensation, wie es Pfleger Mario Chindemi erklärt:

"Unser Nacktnasen-Wombat hat ein Baby! Und das ist das erste Mal seit über 40 Jahren, dass in Duisburg ein Wombat-Baby aufwächst, bei seiner Mutter. Darauf sind wir besonders stoz. Vor allem: Es gibt nur noch sechs, von diesen Wombats in Europa. Und wir haben als einzige jetzt endlich einmal wieder ein Baby. Wir sind so froh!"

Chindemi freut sich weiter: "Und jetzt haben wir ihn heute das erste Mal auch draußen neben seiner Mama herumklettern sehen. Meistens kommen sie erst nachts heraus. Wir haben damit gerechnet, dass er schon einmal draußen war. Aber ihn so richtig Live zu sehen, dass war jetzt auch für mich das erste Mal."

Ein langer Weg in die Außenwelt

Vor ungefähr einem halben Jahr nahm Apari seinen ersten Atemzug. Damals war er winzig klein, nicht größer als ein Gummibärchen. Nach der Geburt finden die Neugeborenen den Weg zu dem schützenden Beutel der Mutter, wo sie sich an eine Zitze anheften, und lassen sie nicht los.

Nach etwa fünf bis sechs Monaten sind sie groß genug, um einen ersten Blick nach draußen zu wagen. Apari hat diesen wichtigen Moment nun hinter sich.

Die Pfleger hatten den Nachwuchs Ende vergangenen Jahres beim Spielen mit der Wombat-Mutter Tinsel im Beutel des Weibchens entdeckt, so der Zoo. Wombatnachzuchten sind in Zoos äußerst selten.

Der Vater, Milton, ist nicht mehr da: Das sehr alte Männchen starb im Dezember. Aparis Name bedeutet übrigens "Vater" auf der Sprache der Aborigines, der Ureinwohner Australiens, erklärt der Zoo. Eine Erinnerung an den Wombatvater.

Die Besucher des Duisburger Zoos können den kleinen Apari täglich um 13.00 Uhr im Koalahaus sehen, wenn er sich denn nicht in Mamas Beutel versteckt.

Die Beuteltiere leben naturgemäß in Australien und gelten als Pflanzenfresser. In ihrer Heimat graben Wombats ganze unterirdische Labyrinthe, in denen sie leben können.