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Prozess in Turku: Mann wollte Opfer enthaupten

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Prozess in Turku: Mann wollte Opfer enthaupten

Der Angeklagte zeigte vor Gericht erstmals sein Gesicht.
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In der finnischen Stadt Turku hat der Prozess gegen den Marokkaner Abderrahman Bouanane begonnen. Ihm werden zweifacher Mord und achtfacher Mordversuch vorgeworfen, beides mit terroristischer Absicht. Im vergangenen August soll der damals 18-Jährige in der Innenstadt von Turku mit einem Messer um sich gestochen haben. Zwei Frauen wurden damals getötet. Die Polizei stoppte den Attentäter durch Schüsse ins Bein.

Zu Beginn des Prozesses lieferte die Staatsanwaltschaft eine detaillierte Rekonstruktion der Ereignisse vor und während der Tat. Der Angeklagte habe auch nach Eintreffen der Polizei versucht, weitere Menschen anzugreifen. Dieser Umstand spreche für sein Vorhaben, durch eine Kugel der Polizei getötet zu werden. Die Staatsanwaltschaft wirft Bouanane vor, er habe gezielt Frauen angegriffen und habe als Märtyrer sterben wollen.

Der Angeklagte erklärte zum Prozessauftakt, er habe ursprünglich zwei Menschen durch Enthauptung töten wollen. Während seiner Tat habe er überlegt, sich zu verstecken, um später erneut anzugreifen.

Im März hatte die finnische Gesundheitsbehörde festgestellt, dass der Anklagte für die Taten verantwortlich gemacht werden kann.

Der Prozess findet in einem Hörsaal im Gefängnis von Turku statt und wird per Videoleitung in das Gerichtgebäude übertragen, wo Interessierte die bis Mitte Mai geplanten Verhandlungstage verfolgen können. Der Angeklagte zeigte vor Gericht erstmals sein Gesicht, dass er zuvor stets verhüllt hatte.