Miguel Díaz-Canel: Castros rechte Hand

Díaz-Canel in Havana
Díaz-Canel in Havana Copyright REUTERS/Stringer
Von Christoph Wiesel
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Der Name wird sich ändern, die Politik wohl kaum. Miguel Díaz-Canel wird nach fast 60 Jahren der erste Präsident in Kuba, der nicht Castro heißt.

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Der Name wird sich ändern, die Politik wohl kaum. Miguel Díaz-Canel wird nach fast 60 Jahren der erste Präsident in Kuba, der nicht Castro heißt.

Und doch: Seine Karriere hat er ganz den Castros zu verdanken, besonders Raúl. Schon lange gilt er als dessen rechte Hand - spätestens seit Castro Díaz-Canel 2013 zum Vizepräsidenten macht und ihn damit in die Pole-Position für seine Nachfolge bringt.

Díaz-Canel wird 1960 in der Provinz Villa Clara geboren. Dort absolviert er auch sein Studium - als Elektronikingenieur, bevor er den kubanischen Streitkräften beitritt.

Nach seiner Zeit beim Militär steigt Díaz-Canel schnell beim kommunistischen Jugendverband auf. Er wird Parteichef in Villa Clara und ermöglicht dort ein recht liberales Kulturleben. Unter anderem vergibt er eine Lizenz an das Kulturzentrum "El Mejunje". Dort finden auch Transvestiten-Shows statt.

Später wird Díaz-Canel jüngstes Mitglied im Politbüro der Kommunistischen Partei und Minister. Jetzt erreicht er den Höhepunkt seiner Karriere.

Weitere Quellen • DPA

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