EventsVeranstaltungen
Loader

Find Us

FlipboardLinkedinInstagramTelegram
Apple storeGoogle Play store
WERBUNG

Puigdemonts Joker: Wer ist Quim Torra (55)?

Puigdemonts Joker: Wer ist Quim Torra (55)?
Copyright REUTERS/Luis Felipe Castilleja
Copyright REUTERS/Luis Felipe Castilleja
Von Kirsten Ripper mit dpa, afp, Twitter
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button

Wer ist Quim Torra? Der 55-Jährige soll jetzt anstelle von Carles Puigdemont Regierungschef von Katalonien werden.

WERBUNG

Nach dem Treffen mit dem ehemaligen katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont in Berlin hat Joaquim Torra i Pla - besser bekannt unter dem Namen Quim Torra - ein Foto von sich und Puigdemont auf Twitter gepostet. Darin schreibt der 55-Jährige - der im selben Jahr geboren ist wie Puigdemont-, er wolle das in ihn gesetzte Vertrauen in Ehren halten und auf Wunsch des legitimen Präsidenten Carles Puigdemont und der Parteikollegen Katalonien dienen. Und er beendet seinen Tweet mit den Worten "Es lebe Katalonien".

Puigdemont, der in Deutschland auf die Entscheidung der Gerichte zu einer eventuellen Auslieferung an die spanische Justiz wartet, hatte erst nach Monaten auf seine eigene Kandidatur verzichtet.

Der loyale Quim Torra wird von vielen als Carles Puigdemonts "Joker" bezeichnet. Die Vorsitzende der Partei Ciudadanos in Katalonien, die gegen die Unabhängigkeit der Region eintritt, Ines Arrimadas, meint, Puigdemont, habe keinen radikaleren Kandidaten finden können, der sich so bereitwillig zur Marionette machen lasse.

Anders als die meisten Unabhängigkeitsbefürworter in Katalonien hat Quim Torra keinen Ärger mit der spanischen Justiz. Zuletzt war der studierte Jurist, der lange für die Schweizer Versicherungsgruppe Winterthur - auch in der Schweiz - gearbeitet hat, als Verleger und als Leiter von Kulturinstitutionen tätig.

Wirkliche Erfahrungen als Politiker hat Quim Torra nicht. Katalonien befinde sich in einer "humanitären Krise", meint Torra, "wir haben Leute im Gefängnis und Leute im Exil". Er wolle in der spanischen Konfliktregion die Bemühungen zum "Aufbau einer Republik" fortführen, sagte Torra jetzt. Er wolle nach seiner Wahl unter anderem "einen verfassunggebenden Prozess einleiten", erklärte er dem TV-Sender TV3.

Einige umstrittene Tweets aus vergangenen Jahren hat Quim Torra inzwischen gelöscht. Darin hatte der - wie Carles Puigdemont in der Region Girona geborene Katalane auch geschrieben, Spanien könne nichts anderes als plündern.

Einige Tweets waren auch rassistisch, denn Quim Torra vertrat teilweise die Ansicht, die Katalanen seien anderen Spaniern - auch genetisch - überlegen.

--------------------

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Torra-Wahl: Ein trauriger Tag für Ines Arrimadas

Katalonien: Parlament wählt Quim Torra zum Regionalpräsidenten

Katalonien: Wieder scheitert das Parlament an der Wahl des Präsidenten