Jemen: Hilfsorganisationen ziehen sich aus wichtiger Hafenstadt zurück

Jemen: Hilfsorganisationen ziehen sich aus wichtiger Hafenstadt zurück
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Von Julika Herzog mit mit dpa und Reuters
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Angesichts einer bevorstehenden Militäroffensive auf die Hafenstadt Hudaida im Bürgerkriegsland Jemen zeigen sich internationale Hilfsorganisationen sehr besorgt. Sie ist das Nadelöhr durch das 70 Prozent der Hilfslieferungen in das Bürgerkiegsland kommen.

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Angesichts einer bevorstehenden Militäroffensive auf die Hafenstadt Hudaida im Bürgerkriegsland Jemen zeigen sich internationale Hilfsorganisationen sehr besorgt. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge mussten Zehntausende Menschen bereits aus der Stadt am Roten Meer unter Kontrolle der Huthi-Rebellen fliehen. Über den wichtigen Hafen Hudaida kommen 70 Prozent der spärlichen humanitären Hilfe in den Jemen.

UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock, äußerte sich am Mittwoch besorgt: "Die U.N. und andere humanitäre Organisationen richten ihre Präsenz gerade neu aus. Es ist aber unsere Absicht, vor Ort zu bleiben und weiter zu liefern. Wir haben immer noch Dutzende UN-Mitarbeiter in Hudaida."

Sollten die Hilfsorganisationen, von denen viele ihre Mitarbeiter vor Ort bereits abgezogen haben, nicht mehr über Hudaida Zugang zu dem Land bekommen, droht dem Norden der komplette Kollaps. Die aktuelle Nahrungskrise könnte sich im schlimmsten Fall zu einer Hungersnot ausweiten. Und die Situation im Jemen ist ohnehin schon verheerend: Bereits jetzt hätten 17 Millionen Menschen nicht ausreichend zu essen, die UN sprechen von der größten humanitären Katastrophe der Gegenwart.

Der Hafen von Hudaida steht unter Kontrolle der vom Iran unterstützen schiitischen Huthi-Rebellen, die weite Teile im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren.

Truppen der international anerkannten Regierung, die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie weiteren Verbündeten militärisch unterstützt wird, rücken zurzeit auf Hudaida vor.

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