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Globale Erwärmung: Diese Unternehmen sind die größten Sünder

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Globale Erwärmung: Diese Unternehmen sind die größten Sünder

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Die Treibhausgase von nur 90 Unternehmen sind für bis zu 50 % des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur seit dem Ende der industriellen Revolution verantwortlich. Zu dieser Folgerung kommen Wissenschaftler in einer neuen Studie.

Laut einem im September 2017 in der Fachzeitschrift Climate Change veröffentlichten Papier trugen die Emissionen dieser 90 Kohlenstoffproduzenten zwischen "42 und 50 % zum Anstieg der globalen Erwärmung" im Zeitraum zwischen 1880-2010 bei.

Sie trugen auch massiv zum beobachteten Anstieg des atmosphärischen CO2 - dessen Anstieg für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht wird - und zum Anstieg der Meeresspiegel bei, so die Studie.

Dreiundachtzig der in der Untersuchung beobachteten Unternehmen produzieren Kohle, Öl und Erdgas, die übrigen sieben sind Zementhersteller.

Die Untersuchung ergab auch, dass sieben Unternehmen, die sich im Besitz von Investoren und sieben mehrheitlich in Staatsbesitz befinden, stets zu den 20 größten Einzelunternehmen gehören.

Der amerikanische Ölgigant Chevron war der größte Einzelunternehmer, der zum Anstieg der globalen mittleren Oberflächentemperatur beigetragen hat, gefolgt von Saudi-Arabiens Saudi Aramco und Russlands Gazprom.

Drei weitere amerikanische Unternehmen sind unter den größten Sündern: ConocoPhillips, Consol Energy und Peabody Energy - sowie mit BP und die British Coal Corporation zwei britische Unternehmen.

Das niederländische Unternehmen Royal Dutch Shell, die französische Total und die australische BHP Billiton sind die anderen westlichen Unternehmen auf der Liste.

Im Nahen Osten und Nordafrika schlossen sich die National Iranian Oil Company, Kuwait Petroleum Corp., Algeriens Sonatrach und Abu Dhabi der VAE Saudi Aramco an.

PetroChina und Coal India in Asien sowie Petroleos de Mexicanos und Petroleos de Venezuela in Lateinamerika machen die Top 20 komplett.

In der Studie wird erwähnt, dass die Politik jetzt immer häufiger darüber nachdenkt, ob die Produzenten fossiler Brennstoffe eine gewisse Verantwortung für Klimaschäden tragen sollten, die auf ihre Emissionen zurückzuführen sind.

Die Studie zeigt, dass "die Emissionen der großen Kohlenstoffproduzenten quantifizierbar und substanziell sind", ebenso wie ihr Zusammenhang mit den Schlüsselindikatoren für die Auswirkungen des Menschen auf die globale Umwelt, einschließlich der globalen Temperatur und der Meeresspiegel.

"Diese Faktoren, gepaart mit ethischen, rechtlichen und historischen Überlegungen, könnten die Diskussionen über die Verantwortung der Kohlenstoffproduzenten für die Begrenzung des Klimawandels durch Investitionen in Klimaschutz, Unterstützung der Anpassung und Kompensation von Klimaschäden weiter voranbringen", schließen die Autoren des Berichts.