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Jesidin flieht vor IS-Peiniger - doch er folgt ihr nach Deutschland

Die Jesidin Aschwak bei einem Interview
Die Jesidin Aschwak bei einem Interview Copyright REUTERS
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Von Christoph Wiesel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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"Ich erkannte ihn an seinem Gesicht. Wann immer ich es sehe, erkenne ich ihn wieder, weil er auf uns eingeprügelt hat."

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Gerade 14 Jahre ist Aschwak alt, als IS-Kämpfer in das Kernland der Jesiden im Nordirak vordringen - der Region, wo Aschwak gemeinsam mit ihrer Familie lebt. Als Sklavin wird sie wie Tausende andere jesidische Frauen verkauft, von IS-Kämpfer Abu Humam drei Monate lang vergewaltigt, gefoltert.

Dann gelingt der jungen Frau die Flucht. Sie kommt gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Deutschland, um hier Asyl zu beantragen. Doch das Gefühl von Sicherheit ist nicht von Dauer. Vor ein paar Monaten, auf der Straße vor einem Supermarkt, hört sie jemanden ihren Namen rufen.

"Ich erkannte ihn an seinem Gesicht“, erzählt Aschwak. „Wann immer ich es sehe, erkenne ich ihn wieder. Weil er auf uns eingeprügelt hat, wir ihn 24 Stunden am Tag gesehen haben. Egal wann oder wo ich ihn sehe, ich erkenne ihn."

Abu Humam, ihr ehemaliger Peiniger, den sie dort auf der Straße trifft, bedroht Aschwak. Sagt, er wisse, wo sie wohnt und mit wem sie lebt. Voller Angst geht sie zur deutschen Polizei. Die versichert zwar, man nehme den Fall ernst, brauche aber weitere Informationen.

Aschwak kehrt daraufhin in den Irak zurück, um mit ihrer Familie in einem Flüchtlingslager zu leben - weil sie sich dort sicherer fühlt als in Deutschland.

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