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Vergewaltigungen und Hunger: Das Leben als IS-Sklavin

Jesidischer Junge kehrt nach IS-Gefangenschaft nach Hause zurück
Jesidischer Junge kehrt nach IS-Gefangenschaft nach Hause zurück Copyright REUTERS/ARI JALAL
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Von Andrea Büring mit AFP, AP, REUTERS
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Viele Jesidinnen wurden vor fünf Jahren von IS-Kämpfern verschleppt. Sie wurden zwangsverheiratet, zum Teil mehrmals. Jetzt, da das Ende des so genannnten Islamischen Staat naht, gelingt vielen die Flucht. Hinter ihnen liegt Unbeschreibliches.

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Es ist ein emotionales Wiedersehen, als eine Gruppe jesidischer Kinder zu ihren Familien im Irak zurückkehrt. Bis zu fünf Jahre waren sie in Gefangenschaft der IS-Miliz. Damals hatten die Kämpfer des so genannten Islamischen Staates Städte und Dörfer der Jesiden überfallen und Frauen und Kinder entführt.

In den letzten Wochen gelang es Dutzenden Jesidinnen, aus dem vom IS besetzten und umkämpften Baghouz im Irak zu entkommen. Um ihnen die Flucht zu ermöglichen, legten die US-geführten Truppen eine Feuerpause ein.

"Wir aßen Hühnerfutter und Gras"

Unbeschreibliches liegt hinter ihnen. Sabha Hassan aus der Region Sinjar erinnert sich: "Es gab nichts. Ein Jahr lang hatten wir kein Essen. Wir aßen Hühnerfutter mit Wasser, Blätter und Gras. Dann ist uns vor kurzem auch noch das Hühnerfutter aus gegangen. Es gab keinen Zucker oder Öl, bis wir schließlich hier hinkamen."

Hunger, Bombenangriffe und ein Leben in Sklavenschaft. Ein Schicksal, das sie mit Hunderten Jesidinnen teilt.

Verschleppt und mehrmals zwangsverheiratet

Baseh Hammo war 38, als sie entführt wurde. Im IS-Kaliphat wurde sie 17 Mal verkauft und verschleppt. Ein albanischer IS-Kämpfer misshandelte sie schwer. Er zerquetschte ihre Hand und riss an ihren Haaren. Sie sagt, "wir stritten uns um ein neunjähriges jesidisches Mädchen. Sie war bereits sechs Mal verheiratet worden. Als ich ihn anschrie, warum er das dem Mädchen antue, sagte er zu mir: Du bist eine Sklavin, Gott erlaubt das. Es ist keine Sünde."

Es wird geschätzt, dass in Baghouz weiter Hunderte Jesidinnen in Gefangenschaft leben. Doch für zu viele Mütter kommt jede Hilfe zu spät.

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