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Auftakt zur 73. UN-Vollversammlung: Gelingt den Diplomaten ein Spagat?

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Auftakt zur 73. UN-Vollversammlung: Gelingt den Diplomaten ein Spagat?

Auftakt zur 73. UN-Vollversammlung: Gelingt den Diplomaten ein Spagat?
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REUTERS/Jeenah Moon
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Mehr als 140 Staats-und Regierungschefs werden in der kommenden Woche zur die 73. UN-Vollversammlung in New York erwartet. Doch die zweite UN-Vollversammlung der Ära Trump wird überschattet von den Alleingängen der USA, zu denen der Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran und Themen wie Migration und Klimawandel zählen.

EU will Multilateralismus aufrecht erhalten

"Wir sind ein großer Unterstützer des Multilateralismus. Wir wollen dieses regelbasierte System stärken. Wir haben den Eindruck, dass es angegriffen und durch eine entstehende Krise herausgefordert wird. Wir wollen, dass das aufhört", sagt João Vale de Almeida, EU-Botschafter für die Vereinten Nationen.

Alleingänge der USA vergrößern Differenzen

Präsident Donald Trump macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung des Gremiums, und hatte bereits im vergangenen Jahr Reformen und Kosteneinsparungen von der UN gefordert. US-Botschafterin Nikki Haley sagte:

"Die USA sind großzügig mit denjenigen, die unsere Werte teilen und die mit uns zusammen arbeiten. Aber nicht mit denjenigen, die versuchen, die USA aufzuhalten und sagen, dass sie Amerika verabscheuen."

Für die USA dürfte der Konflikt mit dem Iran das dominierende Thema sein.

Migration, Klimawandel und das Atomabkommen mit Iran

Die ecuadorianische Außenministerin María Fernanda Espinosa, die den Vorsitz der Vollversammlung übernimmt, will sich besonders für den Schutz von Migranten einsetzen. UN-Generalsekretär António Guterres versprach vorab, das Thema Klimawandel offensiv anzusprechen.

"Kann die Vollversammlung konstruktive Diplomatie leisten? Diese Treffen tun das gelegentlich. Im Jahr 2015 nutzte die Obama-Regierung die Vollversammlung, um auf das Pariser Abkommen über den Klimawandel hinzuweisen. Am Dienstag werden alle Augen auf Präsident Trump gerichtet sein. Aus New York für Euronews, Michela Monte."