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UN-Generaldebatte: Trump attackiert Iran, Teheran kontert

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UN-Generaldebatte: Trump attackiert Iran, Teheran kontert

UN-Generaldebatte: Trump attackiert Iran, Teheran kontert
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REUTERS/Carlos Barria
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US-Präsident Donald Trump hat bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York eine weltweite Isolation der iranischen Regierung gefordert. Trump verteidigte auch den einseitigen Rückzug der USA aus dem Internationalen Atomabkommen mit dem Iran und die Wiedereinführung von US-Sanktionen. Dadurch solle der Iran an seinen "blutigen Absichten" gehindert werden, sagte Trump:

"Die iranischen Führer säen Chaos, Tod und Zerstörung. Sie respektieren weder Grenzen noch ihre Nachbarn. Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Regime zu isolieren, solange seine Aggressionen andauern."

Vier Stunden später ergriff Hassan Ruhani das Wort. Trump trampele auf den globalen Regeln herum und, handele "absurd und annormal", sagte der iranische Präsident. Die US-Sanktionen gegen sein Land seien eine Art "Wirtschaftsterrorismus":

"Die Position des Iran ist klar: Kein Krieg, keine Sanktionen, keine Drohungen, keine Schikanen. Handeln gemäß der Gesetze, das Erfüllen von Verpflichtungen. Wir unterstützen Frieden und Demokratie im Nahen und Mittleren Osten."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief dazu auf, künftig keine Handelsabkommen mit Ländern abzuschließen, die das Pariser Klimaabkommen nicht respektieren: "Dieser Weg, und darauf bestehe ich, der Weg des politischen Alleingangs führt uns direkt zu Isolation und Konflikten. Die Verantwortung für den Frieden kann man nicht abschieben, nicht zurückweisen oder ersetzen. Die Verantwortung wird gemeinsam getragen."

Trump dagegen sprach sich erneut dafür aus, nationale Interessen und Patriotismus den Vorrang vor einer globalen Weltordnung einzuräumen. Er kritisierte auch die deutsche Energiepolitik, durch die sich Deutschland "total abhängig" von russischen Lieferungen machen werde.