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CSU und SPD: Wundenlecken nach der Bayernwahl

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CSU und SPD: Wundenlecken nach der Bayernwahl

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Der Tag nach der Bayernwahl: Der deutsche Innenminister und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer spricht von einer „schwierigen Situation" für seine Partei. Die Christsozialen sind zwar nach wie vor klar stärkste Kraft in Bayern, doch das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte und der Verlust der absoluten Mehrheit sind ein deutlicher Denkzettel. Wie geht es jetzt weiter?

„Nach dem Ergebnis habe ich die gleiche Präferenz, also mit den Freien Wählern", sagte Seehofer. „Aber ich finde, es ist guter demokratischer Stil, wenn man im Zuge von Sondierungsgesprächen mit den demokratischen Kräften des künftigen Parlaments spricht, dazu gehört nicht die AfD. (...) Man muss ja letzten Endes daran denken: Was ist für Bayern notwendig? Und da geht es jetzt um diese stabile Regierung, aber diese Einschätzungen blaues Auge oder ähnliches, davon halte ich wenig", so der CSU-Vorsitzende.

Wundenlecken auch bei der SPD. Die Sozialdemokraten erhielten bei der Bayernwahl lediglich 9,7 Prozent der Stimmen. Die Parteivorsitzende Andrea Nahles nannte das eine „bittere Niederlage“. Aus Berlin habe es für die bayerische SPD in den vergangenen Monaten keinen Rückwind gegeben, so Nahles.

Gibt es im konservativen Lager einen Zusammenhang zwischen dem CSU-Ergebnis und der Großen Koalition in Berlin? In der Schwesterpartei CDU ist man sich da nicht einig.

Seehofer: „Das kommentieren wir jetzt nicht öffentlich, was da gestern und heute von Seiten der CDU gesagt wurde. Ich sage noch einmal: Wir sehen jetzt neben der Regierungsbildung in Bayern - und zwar innerhalb dieser vier Wochen - die große Aufgabe, dass Hessen mit der CDU ein gutes Wahlergebnis bekommt. Das ist unser großes Interesse. Und dass die große Koalition in Berlin stabil arbeitet."

Die großen Verluste der Christsozialen seien ein hausgemachtes CSU-Ergebnis, hatte der CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, gegenüber der Funke-Mediengruppe gesagt. Sein Amtskollege Reiner Haseloff aus Sachsen-Anhalt sprach von einem Warnschuss für die Bundesregierung.