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Protest gegen Kohleausstieg: "Hambi muss weg"

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Protest gegen Kohleausstieg: "Hambi muss weg"

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Im Rheinischen Revier haben mehr als 30.000 Menschen gegen einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle und für den Erhalt ihrer Jobs demonstriert. Anlass war die Tagung der von der Bundesregierung eingesetzten deutschen Kohlekommission, die bis Jahresende Wege aus der Braunkohle vorzeichnen soll. Eine weitere Forderung: "Dass der Hambacher Forst endlich weichen muss", so eine Demonstrantin. "Es ist ja nicht erst seit jetzt. Es ist ja schon seit Jahren, dass das sein muss, dass der weg muss."

Braunkohle ist nicht allein der Übeltäter. Braunkohle ist ein Teil, aber nicht alles.

Demonstrant Rheinisches Revier

Ein Mann fügt hinzu: "Wir erwarten vor allen Dingen, dass wirklich hier auch an die Arbeitnehmer gedacht wird und das Ganze realistisch auch mal eingeschätzt wird. Braunkohle ist nicht allein der Übeltäter. Braunkohle ist ein Teil, aber nicht alles."

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stellte sich auf die Seite der Demonstrantin und appellierte an die Kommission, die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland zu erhalten. Die Stromversorgung habe dafür eine enorme Bedeutung - allein die energieintensiven Industrien in NRW beschäftigten mehr als 250 000 Menschen. In bestimmten Zweigen reichten bei Unsicherheiten Sekunden, um Arbeitsplätze zu vernichten.

Den Streit um eine mögliche Rodung des Hambacher Forstes bezeichnete er als nachrangig für die Entscheidungen der Kohlekommission. "Die Frage des Weltklimas und des deutschen Beitrages ist größer als die Frage des Hambacher Forstes.

Der Bund will den deutschen Kohleregionen ein Sofortprogramm mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro für den Ausstieg zur Verfügung stellen. Im Rheinischen Revier gibt es bisher Abbaugenehmigungen bis 2045. Umweltschützer fordern einen wesentlich schnelleren Ausstieg aus der klimaschädlichen Technik.