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Der Aufstieg der AfD

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Der Aufstieg der AfD

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Die Alternative für Deutschland ist neben den Grünen der große Wahlsieger von Hessen. Nun ist sie im Bundestag und in allen 16 Landesparlamenten vertreten, in mehr Bundesländern als die Ökopartei.

Bei der Landtagswahl in Hessen konnte die AfD ihr Ergebnis im Vergleich zu 2013 sogar verdreifachen, auf rund 13 Prozentpunkte. Die meisten neuen Wähler wanderten von der CDU ab, Stimmen kamen aber auch von enttäuschten früheren SPD-Wählern.

Die Unzufriedenheit über die Regierenden scheint der AfD wachsende Unterstützung zu sichern.

2013 als europaskeptische und rechtsliberale Partei gegründet, trat die AfD im gleichen Jahr erstmals bei der Bundestagswahl und der Landtagswahl in Hessen an und scheiterte an der Fünfprozenthürde.

Ihr erster großer Wahlerfolg: 2014 schafften die Rechtspopulisten in Sachsen 9,7 Prozent. Von 2014 bis 2017 zogen sie in 14 Landesparlamente ein. In Westdeutschland knackte die Partei erstmals 2015 die Fünfprozenthürde in Hamburg (6,1 %).

Bei der Bundestagswahl 2017 wurde sie mit 12,6 % der Stimmen drittstärkste Kraft. Besonders viele Anhänger hat die AfD vor allem im Osten und Südwesten in Deutschland.

Eine Erfolgsgeschichte, der auch die innere Zerrissenheit und die wechselnden Führungsfiguren in den vergangenen Jahren nichts anhaben konnten.

Zuerst verließ Wirtschaftsexperte und Gründungsmitglied Bernd Lucke die AfD. Auf ihn folgten der frühere Fraktionschef Jörn Kruse und Frauke Petry, beide beklagen einen verstärkten Rechtsruck innerhalb der Partei.

Doch die Kritik sitzt das AfD-Führungspersonal aus. Ihr nächstes Ziel sind die Europawahl und die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen im nächsten Jahr. Hochburgen, in denen die Rechtspopulisten auf mehr als 20% hoffen.